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Erfolgreiche Premiere des Trägervorstellungstages

Volle Aula beim Pilotprojekt "Trägervorstellungstag" am 18. September 2018, hinter der die Idee stand, Träger und Einrichtungen stellen sich unseren Studierenden der Erzieher/innen-Ausbildung und den Schüler/innen der HBSA vor und informieren über Praktikumsmöglichkeiten.

 

Unsere Auszubildenden nutzten mit Interesse und Aufgeschlossenheit die Gelegenheit an den Infoständen der 22 teilnehmenden Träger und Einrichtungen den persönlichen Kontakt zu suchen, um ihre Fragen zu stellen und mit den Vertreter/innen z.B. zum Bewerbungsverfahren und ihren Erwartungen an eine mögliche Praktikumsstelle ins Gespräch zu kommen.

Die Mitarbeiter/innen der Einrichtungen waren mit Informationsmaterial breit ausgestattet und konnten so anschaulich unseren Auszubildenden die Besonderheiten und Schwerpunkte ihrer Einrichtung verdeutlichen.

Rundum gelungen war dieser erstmals am Ev. Fröbelseminar gestaltete Trägervorstellungstag - so das Fazit von Ausstellern und Auszubildenden gleichermaßen.

Herzlichen Dank an alle Einrichtungen, die sich präsentiert haben und den Schüler/innen und Studierenden des Ev. Fröbelseminars eine hilfreiche Orientierung für die innerhalb der Ausbildung erforderlichen verschiedenen Praktika geben konnten.


Kamishibai für kinderonkologische Station

Ein halbes Ausbildungsjahr Ideen, Energie und Engagement hatte die sechsköpfige Gruppe aus der PiA 13 im Vertiefungsschwerpunkt „Gestaltung“ in die Umsetzung ihres Kamishibai-Projektes gesteckt: Jetzt haben die Studierenden das selbstgestaltete Erzähltheater für einen guten, sozialen Zweck gespendet.

Die Wahl fiel auf die kinderonkologische Station des Klinikums Kassel. Eine Delegation in Begleitung ihres Mentors Achim Eckhardt besuchte diese nun.

Nach einem Rundgang und den Ausführungen des verantwortlichen Erziehers der Station Florian Wurst (1. v. r.) über seine Aufgaben mit den kranken Kindern und Jugendlichen im stationären Alltag gab es eine Aufführung des Stückes „Das kleine Ich bin Ich“ – und viel Begeisterung.

Florian Wurst bedankte sich für das Geschenk aus dem Ev. Fröbelseminar, „das bestimmt bei jüngeren Patienten gern zum Einsatz kommen wird, auch weil es durch die Mobilität gut möglich ist, das Erzähltheater mit ans Krankenbett zu nehmen“.

Durch die beigelegte Anleitung könnten auch Eltern und Kinder selbst ganz unkompliziert das Erzähltheater bedienen und die Stabfiguren führen, so die Studierenden.

Danke an alle Mitwirkenden für dieses tolle Geschenk, das mit dazu beiträgt den Kindern die oft schwierige und kräftezehrende Behandlungszeit im Krankenhaus ein Stück weit leichter zu machen.

Hintergrund: Das Kamashibai ist die japanische Form des Erzähltheaters, bei dem die Handlung durch Bildtafeln in einem bühnenähnlichen Rahmen dargestellt wird.


Kindergartenbesuch zum "Tag der Nachhaltigkeit"

Zum "5. Hessischen Tag der Nachhaltigkeit" am 6. September 2018 war auch unser Ev. Fröbelseminar Kassel mit Aktionen, Spielen und Experimenten vertreten.

 

Kinder verschiedener Altersgruppen aus vier umliegenden Kindergärten hatten unsere Schule am Vormittag besucht und waren voller Elan mit viel Staunen, Zuhören, Fragen und Basteln dabei, Nachhaltigkeit zu erfahren.

 

Ein großer Dank geht an die TEA 9, die mit sehr pfiffigen Ideen, Impulsen und Inspirationen die Kinder an Themen wie Mülltrennung, sauberes Wasser, gesunde Ernährung und Erderwärmung anschaulich und gut verständlich heranführten – und sich als Belohnung über unmittelbares positives Feedback von den kleinen Besuchern freuen konnte.


Korbach: Erste Plätze im Foto-Wettbewerb der Fröbel-Dekade

Welch‘ eine schöne Nachricht aus Bad Blankenburg (Thüringen) erreichte unseren Standort Korbach dieser Tage.

Beim Foto-Wettbewerb der Fröbel-Dekade erreichten Tessa Zirankewitsch (2. v. l.) mit ihrem Foto „Schwebebild“ den 1. Platz und Marijke van Gevelt mit "Fröbel sprüht Funken", "Die Gründer" und "Fröbelstraße" den 2. Platz.

Schwebebild

Im Rahmen des Unterrichts im Fach "Medien" hatten die Schülerinnen und Schüler der HBSA-Grundstufe im vergangenen Jahr an dem von der Fröbel-Dekade bundesweit ausgerufenen Foto-Wettbewerb "Fröbel in der Welt" teilgenommen.

Auftrag war, mit Fotos das Werk von Friedrich Fröbel und dessen bleibende Aktualität zurück ins Bewusstsein von Öffentlichkeit, Bildungseinrichtungen und Politik zu holen. Unter der Leitung der Dozentin Martina Umbach (1. v. l.) fingen die Schüler und Schülerinnen der HBSA-Grundstufe Fröbels Spuren in ihrem Umfeld fotografisch ein und begeisterten damit die Jury. Stolz auf die Erfolge ist auch Claudia Bremer-Müller, die stellv. Schulleiterin am Standort Korbach (4. v. l.).

Die Gewinne, zwei Anker-Steinbaukästen "Der kleine Gernegroß" aus dem Fröbelhaus werden jetzt mit großer Freude im Unterricht zum Einsatz kommen


Japanischer Besuch im Familienzentrum

Am 22. August 2018 besuchten japanische Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen unser Familienzentrum, um sich darüber zu informieren wie sich im Tagesablauf bei uns die Fröbelpädagogik erlebbar wiederfindet.

Die Delegation bekam sowohl via Power Point-Präsentation der Leiterin Heidrun Lachnit wie auch in den Rundgängen durch die verschiedenen Gruppenräume konkrete Vorstellungen zum Erziehungskonzept unseres Kindergartens – vor dem Hintergrund, dass sich der japanische Lehrerverband aktuell zum Ziel gesetzt hat, eine konsequent an den aktuellen gesellschaftlichen Lebensumständen orientierte Förderung zur Selbständigkeit, der Persönlichkeit und Gesundheit von Kindern und Schülern in den Dienst des Erziehungsauftrags der staatlichen Kindergärten und Schulen zu stellen.

Nach ihrem zweistündigen Besuch (und bevor sich die Gruppe zur Weiterreise nach Finnland aufmachte) gab es nicht nur viel Begeisterung und anerkennende Worte, sondern auch ein Erinnerungsfoto mit Vertretern der Schulleitung.


Drei Tage zum Kennenlernen

Unter dem Motto „Kennen.Lernen“, einer Initiative der Diakonie Deutschland, wurden am Standort Kassel die vergangenen drei Tage intensiv von 180 Studierenden für Erkundungen und Entdeckungen genutzt.

Die Tage starteten (und endeten) für die Grund- und Oberstufen der Erzieher/innen-Ausbildung mit einem schwungvollen Impuls bzw. Segen in der Aula.

Am ersten Tag ging es unter der Losung „Wir bei anderen“ darum, den SozialRaum Schulgebäude und das Quartier Wehlheiden zu entdecken und bemerkenswerte Orte und Situationen von Begegnung zu erkunden.

Der zweite Tag stand unter dem Thema „Wir mit anderen“ und beinhaltete von der Oberstufe gestaltete Workshops zur kreativen Umsetzung. Ob bei Kreisspielen, auf der Schnitzeljagd, beim Quiz, in der Auseinandersetzung mit elektronischen Medien, beim Jonglieren, Zumba oder Waffelbacken: Miteinander ins Gespräch kommen, voneinander erfahren, Schulgemeinschaft erleben war das Ansinnen dieses Tages im Mix von Grund- und Oberstufe.

Das Projekt endete am dritten Tag mit einem gemeinsamen Picknick im Innenhof. Zuvor hatten die Dozent/innen der Schule unter der Rubrik „Wir für andere“ verschiedene Workshops zu unterschiedlichen kreativen Methoden und Gestaltungsmöglichkeiten angeboten – und regen Zuspruch erfahren.

Ein großes Dankeschön an alle, die die Aktion zu diesem tollen Erfolg gemacht haben.


Teamgeist und Zusammenhalt gefragt

Bei den außerschulischen Lerntagen der HBSA-Oberstufen zu Beginn ihres zweiten Ausbildungsjahres waren Teamgeist und Zusammenhalt besonders gefragt.

Im Sport- und Erlebniscamp am Edersee stimmten sich die Oberschüler/innen kurz vor dem Beginn ihres Praktikums auf das Miteinander ein. Neben Aktionen wie Kanufahren, Klettern, Wandern und einer Nachtwanderung kamen auf die drei Klassen, die in gemischten, ausgelosten Gruppen zusammenfanden, Teamspiele der besonderen Art zu.

Ob es darum ging, einen geheimen Zahlen-Code zu entschlüsseln, einen Turm aus Holzklötzen zu errichten, einen erschwerten Weg über kleine Fußmatten zurückzulegen oder sich mit verschlossenen Augen nonverbal zu verständigen: Gemeinsame Planung, Abstimmung und die Umsetzung als Team waren hier für die erfolgreiche Strategie nötig. Die erfahrenen Teamer aus dem Camp waren dabei eine super Unterstützung und Anleitung.

Der Höhepunkt war jedoch der Bau von eigens kreierten Fröbel-Mobilen aus Holzmaterialien, die sich anschließend einen erbitterten Kampf auf dem Sportplatz lieferten.

 

Das steckte selbst die Lehrkräfte an …


866 Schüler/innen und Studierende am Ev. Fröbelseminar

Mit einer feierlichen Begrüßung durch die Schulleitung sind am 6., 7. und 8. August 2018 die Schüler/innen und Studierenden des Ev. Fröbelseminars in Kassel und Korbach im Ausbildungsjahr 2018/19 willkommen geheißen worden.

Insgesamt besuchen zurzeit 866 Frauen und Männer (609/Kassel und 257/Korbach) unsere Ausbildungsstätte.

In Kassel starten wir dreizügig in der Ausbildung zum/r Sozialassistenten/in und in der Vollzeitausbildung zum/r Erzieher/in sowie mit je einer Lerngruppe in der Praxisintegrierten und in der Teilzeit-Erzieher/innen-Ausbildung. Wir freuen uns, dass wir dank der starken Nachfrage im neuen Ausbildungsjahr mit einer weiteren Klasse in der Heilpädagogik-Weiterbildung an den Start gehen.

 

In Korbach beginnen wir einzügig in der Ausbildung zum/r Sozialassistenten/in und in der Vollzeitausbildung zum/r Erzieher/in sowie mit einer Lerngruppe in der Praxisintegrierten und in der Teilzeit-Erzieher/innen-Ausbildung.

Direktor Prof. Dr. Freimut Schirrmacher betonte in seinen Worten an die neue Schulgemeinde, dass die sozialpädagogische Ausbildung neben den wichtigen Inhalten vor allem die Persönlichkeit jedes Einzelnen als Handlungsinstrument brauche. „Bringen Sie sich ein!“, so seine Aufforderung an die Schüler/innen und Studierenden.


Unsere Erzieher/innen-Ausbildung ist gleichwertig einem Bachelor-Studium

Das Ev. Fröbelseminar der Diakonie Hessen ist deutschlandweit als erste und einzige Fachschule für Sozialpädagogik durch die Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover (ZEvA) zertifiziert worden.

Das bedeutet: Unsere modularisierte Ausbildung zum/r staatlich anerkannten Erzieher/in – in der Vollzeitausbildung, der PiA und der TEA – ist seit Juni 2018 europaweit als grundsätzlich gleichwertig der Modulen von Bachelor-Studiengängen anerkannt.

In offiziellen Feierstunden wurde nun an den Standorten Kassel und Korbach der freudige Anlass gewürdigt.

In Anwesenheit der Mitarbeitenden, wichtiger Kooperationspartner, politischen Entscheidungsträgern sowie Vertretern aus den Trägerverbänden und Einrichtungen wies Direktor Prof. Dr. Freimut Schirrmacher auf den langen, herausfordernden Weg der Modularisierung seit 2003 hin, der nun mit der Zertifizierung durch die ZEvA seinen erfolgreichen Abschluss fand. „Damit sticht unsere Schule mit ihrem besonderen modularisierten Ausbildungskonzept und den nun von Experten zertifizierten Qualitätsstandards auf Hochschulniveau in der Berufsschulpädagogik hervor – und ist letztlich auch ein Erfolg der Fröbelpädagogik.“

Wilfried Knapp, Kaufmännischer Vorstand der Diakonie Hessen, gratulierte dem Ev. Fröbelseminar als „erste und einzige der 40 Ausbildungsstätten des Landesverbandes“ zu dieser „großartigen Auszeichnung, auf die der Verband stolz und für die er dankbar ist“ und würdigte die Fachkompetenz, den Ideenreichtum und das besondere Engagement des Kollegiums in der Ausarbeitung und Durchsetzung der modularisierten Ausbildung. „Das alles waren zusätzliche, sehr intensive Aufgaben, die Sie mit Bravour gemeistert haben. Diese Zertifizierung bedeutet einen großen Durchbruch im Berufsschulwesen – gerade für die politisch geforderte Durchlässigkeit von beruflicher und akademischer Bildung“, so Wilfried Knapp.

 

Bildunterschrift: v.l. Wilfried Knapp (Vorstand Diakonie Hessen, Winfried Morlock (Koordinator Modularisierung Ev. Fröbelseminar), Prof. Dr. Freimut Schirrmacher (Direktor Ev. Fröbelseminar), Dr. Anne Amend-Söchting (Koordinatorin Modularisierung Ev. Fröbelseminar), Claus Stefan (ZEvA) und Barbara Lehr (ehem. stellv. Direktorin)

In Korbach zeigte sich Armin Schwarz, Landtagsabgeordneter und bildungspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, begeistert ob der einmalig verliehenen Auszeichnung an die Berufsfachschule: „Das können nur wir in Deutschland!“ und verwies auf den Landkreis Frankenberg-Waldeck, welcher mit dem Ev. Fröbelseminar und dem 'Leuchtturm Zertifizierung' eine attraktive sozialpädagogische Ausbildungsstätte mit besten Aufstiegs- und Karrierechancen habe. 

 

Bildunterschrift: Prof. Dr. Freimut Schirrmacher, Armin Schwarz und Claudia Bremer-Müller (stell. Schulleiterin Standort Korbach)

Mit der Anerkennung durch die ZEvA bekommen die Absolvent/innen des Ev. Fröbelseminars somit die rechtliche Grundlage einer durchlässigen Anschlussmöglichkeit zum weitergehenden Studium – und zwar europaweit.


Was ist dir heilig?

 

Dieser spannenden Frage ging der Gottesdienst in der Adventskirche anlässlich des Schuljahresabschlusses am 21. Juni 2018 nach.

 

Bestens vorbereitet und ideenreich gestaltet von den HBSA-Grundstufen erlebte die Schulgemeinde zum Ende eines intensiven Schuljahres einen besinnlich-feierlichen Gottesdienst, der zum Nachdenken anregte.

 

In der Runde nachgefragt, wurden viele Gedanken geäußert: Familie und Freunde, Freiheit und Frieden, Gesundheit und Geld, Natur und Nachtruhe – das alles ist mir persönlich heilig.

 

Fazit: Alles, was wir zum Leben brauchen, sollte uns heilig sein, und wir sollten alles dafür tun, dass es beschützt und erhalten bleibt.


"Marte Meo" vorgestellt

Prominenter Besuch im Ev. Fröbelseminar Kassel: Auf Einladung der Stadt Kassel reiste die Pädagogin Maria Aarts (r.) aus dem niederländischen Eindhoven an, um vor 200 Erzieher/innen die von ihr entwickelte „Marte Meo“-Methode vorzustellen. Veranstaltet wurde der Vortrag in der Aula unserer Ausbildungsstätte.

 

In ihrer mitreißenden, unterhaltsamen Art zog die 68-Jährige das Publikum schnell in ihren Bann. Anhand zahlreicher Videosequenzen veranschaulichte Maria Aarts ihre Methode „Marte Meo“ (aus eigener Kraft), welche auf der videobasierten Auswertung der Interaktion zwischen Eltern, Erziehern, Lehrern und Kindern/Jugendlichen basiert. Auch auf ihr aktuellstes Projekt kam die Niederländerin zu sprechen: „Das goldene Geschenk“ – 100.000 Möglichkeiten im Alltag einem Kind ein Geschenk zu machen, wovon es sein Leben lang profitiert.

 

Hintergrund: Marte Meo wurde in den späten 1970er und den frühen 1980er Jahren von Maria Aarts entwickelt. Sie war der Auffassung, dass es Erziehungsberatern mit der allgemein üblichen Methode des aufklärenden Gesprächs schwerfällt, Eltern für die Erziehung hilfreiche wissenschaftliche Erkenntnisse zu vermitteln. Die Schwierigkeit besteht darin, die oft sehr abstrakte pädagogische Fachsprache zu verstehen und deren Erkenntnisse praktisch anzuwenden.

Maria Aarts entwickelte und erprobte daraufhin eine Methode, bei der alltägliche Situationen zwischen Erziehenden und Kind per Video aufgezeichnet und anschließend gemeinsam besprochen werden. Dabei sollen die Stärken systematisch erkannt und hervorgehoben werden, aus denen man die Kraft schöpfen soll, Erziehungsprobleme aktiv zu beseitigen. Im Vordergrund stehen dabei die Verbesserung der Kommunikation zwischen Erziehenden und Kindern.

Mittlerweile wird die „Marte Meo“-Methode in 60 Ländern der Welt praktiziert.

 

Freuten sich über die gelungene Veranstaltung (v.l.): Prof. Dr. Freimut Schirrmacher (Direktor des Ev. Fröbelseminars), Stephanie Wehse (Abteilung Kindertagesbetreuung der Stadt Kassel), Prof. Gerald Hüther, Neurobiologe, Autor und Vorstandsvorsitzender der Akademie für Potentialentfaltung Göttingen) und die Referentin Maria Aarts. Maria Aarts und Prof. Hüther arbeiten seit langer Zeit gemeinsam, aber hatten sich seit über zwei Jahren nicht gesehen – mit seinem Besuch in Kassel wurde Maria Aarts überrascht.  


Schwungvoll und einladend

Das Ev. Fröbelseminar zeigte sich beim 58. Hessentag mit starker Präsenz am Standort Korbach.

 

Ob am Infostand der Diakonie Hessen in der Landesausstellung,

 

im dm-Kinderland bei der Betreuung von Angeboten für Kinder im Freispielbereich

 

oder beim „Tag der Diakonie“ an der Kilianskirche

Studierende wie auch das Kollegium luden mit Schwung und Stimmung zu Gesprächen und Mit-Mach-Aktionen ein.


Mit viel Aktion ins Berufspraktikum

Nach den schulischen Anstrengungen der letzten Wochen mit den abschließenden Examensprüfungen konnten die Oberstufen der Erzieher/innen-Ausbildung in ihrer Aktionswoche auf anderer Weise ihre kreativen und produktiven Seiten entdecken.

Verschiedene Angebote, wie Waldpädagogik, Elterncoaching, Improvisationstheater, Zumba, Medienkompetenz oder das Gestalten eines Wikinger-Schachspiels standen den Studierenden für die Einwahl zur Verfügung.

Am 30. Mai präsentierten nun die künftigen Erzieher/innen nach dem fünftägigen Aktionsprojekt ihre Ergebnisse in der Aula. Neben dem Spaß an der Sache und an der Gemeinschaft betonten im Fazit alle Beteiligten: „Wir konnten uns vielseitig erproben und viele Anregungen und Impulse für unser Berufspraktikum sammeln.“


Ev. Fröbelseminar auf DGfE-Tagung in Essen vertreten

Die Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) ist Deutschlands größte Vereinigung der forschenden und lehrenden Erziehungswissenschaftler/innen. In diesem Jahr trafen sie sich auf dem Kongress in Essen unter dem Motto „Bewegungen“ (Opens external link in new windowwww.dgfe2018.de)

Auch das Ev. Fröbelseminar war in diesem Jahr erstmals vertreten. Mit der Präsentation eines Plakates aus dem Projekt „Umgang mit und Deutungen von Armut in Kindertagesstätten“ haben Stephanie Simon und Jessica Prigge (v. l.) an der Postersession teilgenommen.

 

Im Themencluster „Frühkindliche Bildung und Grundschule“ konnten sie sich mit anderen (Nachwuchs-)Forscher/innen über ihre Projekte austauschen. Die dort platzierten ersten Ergebnisse zeigen die Herausforderungen der Teams in Kindertagesstätten, die in sozial benachteiligten Stadteilen liegen und welche Bewältigungsstrategien sie in der Praxis entwickelt haben. Dabei wurde das Thema Kinderarmut viel diskutiert, z.B. geht es darum, die Besonderheiten des Aufwachsens unter Armutsbedingungen herauszuarbeiten. Für die beiden Forscherinnen steht daran anschließend auch in der nächsten Zeit am Ev. Fröbelseminar die Frage im Mittelpunkt, welche pädagogischen Umgangsweisen mit Kinderarmut in die Erzieher/innen-Ausbildung integriert werden können.


„Manege frei“ der HBSA-Grundstufe

Unter diesem Motto standen die diesjährigen Aktionstage der Grundstufe der Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz am Ev. Fröbelseminar Kassel.

Drei Tage hatten die Schülerinnen und Schüler Zeit, das Thema zu erfassen, es kreativ und phantasievoll, spaßig oder ernsthaft umzusetzen und anschließend der Schulgemeinde ein Showprogramm zu präsentieren. Dabei gab es auch Mit-Mach-Einlagen fürs Publikum.

Und so verwandelte sich die Aula der Fachschule in eine Manege für Jongleure, Magier, Akrobaten, Seilkünstler, Clowns und Dompteure.

Ernstmals im Schuljahr waren die 13 Gruppen klassenübergreifend zusammen geordnet, so dass am Ende nicht nur mit Beifall der Auftritt belohnt wurde, sondern auch neue Freundschaften im Jahrgang geschlossen wurden.


Partner aus der Ukraine besuchen Ev. Fröbelseminar

Mit einem großen Dankeschön für die Gastfreundschaft, für interessante Begegnungen und ein abwechslungsreiches Programm, aber auch mit konkreten Vereinbarungen für die weitere Kooperation endete der fünftägige Besuch der Delegation der staatlichen Universität Kherson, Fakultät für Grund- und Vorschulpädagogik, Mitte März 2018 beim Evangelischen Fröbelseminar in Kassel.

Zur Delegation zählten:

• Prof. Dr. Yevhenivna Petuchova (Foto vorn), Dekanin der Fakultät für Vorschul- und Grundschulbildung

• Olena Anisimova, Dozentin der Fakultät für Vorschul- und Grundschulbildung, Koordinatorin des Fröbel-Bildungszentrums

• Tetyana Churilova, Leiterin der Abteilung für Vorschulerziehung des Stadtrates Kherson

• Agafiya Kovalchuk, Leiterin des Kindergartens 33

• Nataliia Didenko, Hochschullehrerin des Lehrstuhls für deutsche und romanische Philologie

Neben dem Austausch mit Studierenden, einem Abstecher ins Familienzentrum, der Hospitation in einer Kita, einer Führung durch die GRIMM-Welt gab es für die ukrainischen Gäste viele Gespräche mit der Schulleitung rund um die Fröbelpädagogik.

Die seit 2002 bestehende Partnerschaft macht es möglich, dass Friedrich Fröbel – der Begründer der Kindergärten und sein Bild vom Kind als Teil der Welt und als Individuum – immer mehr in der Südukraine implementiert wird. So wurde in 2008 erfolgreich mit der Stadtregierung in Kherson die Errichtung eines ersten Fröbelkindergartens verhandelt. Mit der Gründung des Vereins „Antonovka e.V.“ in 2009 wurde die Partnerschaftshilfe offiziell besiegelt. U.a. unterstützte der Verein in der Vergangenheit mit gesammelten Spenden die Ausstattung der Kindergärten 33, 41 und 76 mit Fröbel-speziellem psychomotorischen Beschäftigungsmaterial und Spielgeräten sowie Ausbildungsinhalte der angehenden Erzieher/innen mit Ideen und Anregungen, gegenseitige Besuche inklusive.

Als Nächstes soll ein gemeinsamer Fröbelalmanach in Kherson herausgegeben werden. Beim Wiedersehen im April 2018 wird die Vereinbarung unterschrieben. Das Ev. Fröbelseminar steuert als Mitherausgeber wissenschaftliche Aufsätze und Artikel zur Fröbelpädagogik und deren Ausbildungspraxis bei. Auch die gemeinsame Entwicklung von Fort- und Weiterbildungskonzepten zur Pädagogik der Frühen Kindheit unter Berücksichtigung der Fröbelpädagogik sowie Praktika von Studierenden aus Kassel in Kherson sind konkret angedacht. 


Fachtag für Leitungskräfte in Kindertagesstätten

Ein gut besuchter Fachtag „Leitung in der Kindertagesstätte“, interessante Vorträge, praxisorientierte und konstruktive Workshops zu verschiedenen Themen rund um die Qualitätsentwicklung in den Einrichtungen, Möglichkeiten der Begegnung und des Austausches – so gestaltete sich die vom Ev. Fröbelseminar initiierte Veranstaltung am 16. März 2018.

Gestiegene Erwartungen an die pädagogische und organisationsbezogene Qualität in Kitas, veränderte Lebenswelten der Kinder und die Stärkung des Bildungsauftrages elementarpädagogischer Einrichtungen stellen in diesem Bildungssegment neue Anforderungen an Personal und Organisationen – dementsprechend groß war das Interesse beim Publikum.

In ihrem Impulsvortrag veranschaulichte Prof. Dr. Carola Iller, Professorin für Fort- und Weiterbildung am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Hildesheim, ein von der Robert-Bosch-Stiftung gefördertes, brandaktuelles Projekt, das u.a. Motive für Veränderungen in Einrichtungen in der Praxis untersucht hat und basierend auf den gesammelten Erfahrungen zu Gedankenaustausch und Hospitationen einlädt.

 

Dipl.-Pädagogin Cindy Mieth, ebenfalls im Projekt der Universität Hildesheim beteiligt, beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit dem Thema „Aus- und Weiterbildung“ und wies diesen Bereich als erfolgreiche Strategie zur Personalbindung aus.

 

Zwei der insgesamt vier Workshops leiteten Fachkräfte aus unserem Haus: Die Leiterin des Familienzentrums Heidrun Lachnit zeigte mit ihrem Team am Beispiel ihrer Einrichtung, worin Chance wie auch Herausforderung bei der Leitung eines Familienzentrums bestehen und wie eine Öffnung der Kita nach außen gelingend funktioniert. 

 

Dozentin in der Erzieher/innen-Ausbildung Katja Fritz erarbeitete mit den Teilnehmer/innen, wie Leitungskraft in Kitas qualitätsbewusst und zukunftsorientiert wirken kann und unterstrich, dass für Führungen der oberste Grundsatz sei "bei allem und immer Mensch zu bleiben." 

Andrea Itter und Claudia Heidler von der Diakonie Hessen, Abteilung Kindertageseinrichtungen betrachteten in ihrem Workshop die Kita-Leitung als Schlüsselposition und konzentrierten sich auf das Aufgabenprofil und die Qualifikation von Führungskräften in Ev. Kindertagesstätten. Die Arbeitsgruppe "Regelkommunikation als Leitungsinstrument" mit Antonia Braun, pädagogische Leitung, asc-Kinderbetreuungs gGmbH Göttingen, fand ebenfalls einen großen, interessierten Anklang. 


Laborraum Theater: „Erwarte das Unerwartete“

Unter diesem Motto stand für zwölf Interessierte aus dem Kollegium des Ev. Fröbelseminars der Workshop am Staatstheater Kassel, in dem es um das Training von Spontaneität, Kreativität und Flexibilität ging – und zwar mit den Methoden des Improvisationstheaters.

Mitreißend, lebhaft, unerwartet und mit jeder Menge Freude am Spiel entdeckten die Teilnehmer/innen den Spaß am Scheitern, befreiten sich vor der allseits gelebten Konvention „etwas falsch zu machen“ und schufen sich und der gesamten Runde damit scheinbar unmögliche Momente im Ausprobieren auf der Bühne.

Herzlichen Dank an Thomas Hof (2.v.r.), Theaterpädagoge, Schauspieler und Leiter des Jungen Staatstheaters Kassel, und sein Team für diesen gelungenen und inspirierenden Nachmittag.


"Heilpädagogik im Dialog"

Die neue Vortragsreihe der Fachschule für Heilpädagogik am Ev. Fröbelseminar Kassel startete am 10. Februar 2018 in der documenta-Halle mit dem Thema „Bindungsbasierte Beratung mit Kindern und Jugendlichen“.

 

Mit der Diplom-Sozialpädagogin und Fachberaterin für Psychotraumatologie Christiane Grysczyk konnte eine Referentin mit hoher Expertise zum Thema gewonnen werden. Interessant und mit vielen anschaulichen Praxisbeispielen angereichert skizzierte sie – zudem 1. Vorsitzende des Opens external link in new window„Respekt e.V.“ - welche Herausforderungen Gespräche unter erschwerten Bedingungen (z.B. aufgrund einer Bindungsstörung oder unsicheren Bindungsstruktur des Klienten) darstellen und mit welcher Grundhaltung und speziellen Methoden Gespräche auf Bindungsförderung ausgerichtet und damit konstruktiv und hilfreich aufgebaut sein können.

Der gelungene Mix aus Theorie-Wissen und Praxis-Erfahrung zog die Zuschauer in den Bann und ließ auf die offenen Fragen kompetente Antworten folgen.


„Digitale Bildung als große Herausforderung annehmen“

Mit diesen Worten eröffnete Prof. Dr. Freimut Schirrmacher, Direktor des Ev. Fröbelseminars, den diesjährigen Studientag für das Kollegium in Korbach. Er unterstrich die doppelte Herausforderung, welche die digitale Bildung mit sich bringe. „Einerseits müssen unsere Schüler/innen und Studierenden selbst eine sehr hochwertige Medienkompetenz für ihre Arbeitsfelder entwickeln, anderseits sind wir natürlich als moderne Bildungsinstitution auch gefordert, digitale Medien zur weiteren Verbesserung des Unterrichts einzusetzen“.

 

Als Referenten hatte das Fröbelseminar mit Prof. Dr. Olaf Axel Burow von der Universität Kassel einen wahren Experten zum Thema eingeladen. „Zwei zentrale Thesen können als Extrakt abgeleitet werden. Schulen müssen sich verändern, und wenn sie digitale Medien geschickt einsetzen, verbessert sich die Unterrichtsqualität deutlich“, erklärte Prof. Dr. Burow den Fachbegriff der „Digitalen Dividende“. Das Ev. Fröbelseminar sei hierbei auf einem guten Wege und stelle sich den raschen Veränderungen, so die Schulleitung. Gerade solch eine interne Weiterbildung helfe dabei, sich immer wieder den aktuellen Gegebenheiten anzupassen.

 

Birgit Blumenstein (3. v. l.) von der Vorbereitungsgruppe verwies auf weitere Aspekte: Die aktuelle Fachdiskussion gehe in die Richtung, wie digitale Medien z.B. in Kindergärten eingesetzt werden können und welche Medienkompetenzen pädagogische Fachkräfte künftig benötigen. „Der oft gehörte Satz, digitale Medien gehören nicht in die Kita ist angesichts der stürmischen Entwicklung überholt, weil schon Kleinkinder mit dem Smartphone und Tablets der Eltern konfrontiert sind. Wichtig ist Medienerziehung und nicht Medienverdammung“, machte sie deutlich.

Auf der anderen Seite führte die Dozentin aus, dass sich am EV. Fröbelseminar ein medienpädagogisches Konzept durchgesetzt hat, das in der Fachdiskussion als „bring your own device“ benannt wird. Dies bedeute, dass die Endgeräte der Schülerinnen und Schüler, wie auch der Studierenden mit ihren vielfältigen Möglichkeiten in den Unterricht mit eingebacht würden.


Neujahrsempfang am Standort Korbach

Ca. 100 Gäste – Träger- und Praxisvertreter, Akteure politischer und sozialer Arbeit, Mitarbeiter und Studierende des Ev. Fröbelseminars - waren der Einladung am 1. Februar 2018 zum Neujahrsempfang in die Aula der Schule gefolgt.

Dieser stand inhaltlich unter dem Thema „Kinderarmut: Einblicke in ein komplexes und – noch immer – tabuisiertes Feld“ – eine Thematik, die „betroffen macht und uns daher alle etwas angeht“, begrüßte die stellv. Schulleiterin am Standort Korbach Claudia Bremer-Müller das Publikum.

 

Stephanie Simon, Dr. Barbara Lochner und Jessica Prigge (v.l.), wissenschaftliche Mitarbeiterinnen im Forschungs- und Entwicklungsverbund des Ev. Fröbelseminars in Kooperation mit der Universität Kassel, gaben mit ihrem Impulsvortrag einen interessanten wie nachdenklichen Einblick in ihr laufendes Forschungsprojekt "Umgang mit und Deutungen von Armut in Kindertagesstätten". 

 

Immerhin leben 21 % der Kinder in Deutschland unterhalb der relativen Armutsgrenze; die Quote ist steigend. „Ein gesamtgesellschaftlich relevantes Thema, denn das Aufwachsen in Armut hat vielerlei Auswirkungen auf beispielsweise Gesundheit, Bildungsmöglichkeiten, soziale Teilhabe“, so die Erklärung der drei Referentinnen zur Grundidee des Forschungsprojektes.

 

Durch Interviews in sieben Kasseler Kitas haben die Promoventinnen herausgefunden, dass Erzieherinnen viele verschiedene Arten von Armut wahrnehmen würden und Schwierigkeiten hätten, Wege zu finden darauf einzugehen. Als Kritikpunkt stellte sich in vielen Fällen die eigene Ausbildung dar, in der angehende Erzieher/innen „nach einem mittelschichtorientierten Ideal von Kindererziehung ausgebildet werden, das in der Praxis nicht hält“. In einer zeitgemäßen Ausbildung müsse der Betrachtung und der Beschäftigung der Auswirkungen von Kinderarmut in unserer Konsumgesellschaft mehr als bisher Raum geschenkt werden. „Die Kita ist beim Thema Armut nicht der uneingeschränkte Ansprechpartner, aber wir möchten es Kinder einfacher machen, einen guten Start ins Leben zu bekommen. Das sehen wir als unseren Auftrag an“, lautete das Fazit der drei Forscherinnen.

 

„Die Schlüsse aus den Auswertungen der Untersuchungen für die Praxis, aber auch für Aus- und Fortbildung sozialpädagogischer Fachkräfte sind für unsere Ausbildungsstätte von enormer Bedeutung. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, unsere Unterrichtsinhalte bezüglich der Brisanz der steigenden Kinderarmut der gesellschaftlichen Situation anzupassen“, dankte Prof. Dr. Freimut Schirrmacher, Direktor des Ev. Fröbelseminars, den Wissenschaftlerinnen für ihren Vortrag.

 

Mit Gesprächen und einem köstlichen Imbiss, vorbereitet und serviert von Studierenden unter der Leitung der Dozentin Gisela Vackiner, schloss der diesjährige Neujahrsempfang – mit der Vorschau, auch im kommenden Jahr das Treffen zur Diskussion eines relevanten Themas zu nutzen.

 


Das Licht, das Frieden bringt

Das Friedenslicht aus Bethlehem stand im Mittelpunkt des Festgottesdienstes des Ev. Fröbelseminars Kassel in der Adventskirche am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien.

Das Licht, aus Palästina entsandt, wird über verschiedene Stationen durch die Welt und Europa getragen, um allerorts ein Zeichen des Friedens zu setzen. Am 16. Dezember 2017 in Kassel angekommen, empfing es Schulpfarrer Dr. Torsten Krey und stellte das Friedenslicht und seine Bedeutung als Symbol der Hoffnung auf Friede in der Welt der Schulgemeinde vor. „Das Licht soll uns zu Boten des Friedens machen“, so der Pfarrer. Anschließend brachten Schülerinnen mit der Flamme die Kerzen in der Kirche zum Leuchten.

Die Predigt, ausgearbeitet und vorgetragen von einer Studierenden, ging den Gedanken nach, wie ich selbst mit kleinen Gesten – ein Lächeln an die Verkäuferin im Supermarkt, ein freundliches „Guten Morgen“ an die Klasse zu Tagesbeginn – eine „Flamme“ entzünden kann, die Licht und Wärme in unser Miteinander bringt.

Eine Theatergruppe hatte sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie wir einen Alltag mit weniger Gewalt gestalten können und ganz konkrete Anregungen parat.

Der HBSA-Chor lud mit seinem mitreißenden Auftritt zum Mitsingen und Klatschen auf. Das wochenlange Engagement und die vielen Proben aller Mitwirkenden waren von Erfolg gekrönt, so dass alle Beiträge viel Anklang und Anerkennung fanden und eine schöne Einstimmung aufs bevorstehende Weihnachtsfest gaben.


„Special Olympics“: Danke an Sponsoren, Schüler/innen und Studierende & Dozent/innen

Am Abend dieses 7. November 2017 stand alles im Zeichen der „Special Olympics“, der weltweit größten Sportbewegung für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und Mehrfachbehinderungen, welche im März dieses Jahres in Willingen stattfand. Hier waren Schüler/innen der HBSA-Grundstufe sowie Studierende der FSP-Vollzeit und der Teilzeit-Ausbildung plus Dozent/innen des Ev. Fröbelseminars in verschiedenen Bereichen (Organisation, Catering, Fan-Projekt und wettbewerbsfreie Angebote) engagiert und haben maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen.

Möglich gemacht hatten dies in erster Linie folgende fünf Sponsoren aus der Region:

- Rotary Club Korbach-Bad Arolsen

- Weidemann GmbH

- Lions Club Korbach-Waldecker Land

- Sparkasse Waldeck-Frankenberg

- Tor- und Fenstertechnik Mehrhoff GmbH

Mit ihren großzügigen Spenden konnten nicht nur die kompletten Fahrtkosten der teilnehmenden Schüler/innen und Studierenden für die täglichen Fahrten nach Willingen finanziert, sondern zudem neue Sportgeräte für den Bewegungsunterricht angeschafft werden.

In teilweise sehr persönlichen Rückblicken zu Erfahrungen und Impressionen aus Willingen, ließen die künftigen Sozialassistent/en und Erzieher/innen bei der feierlichen Danke-Veranstaltung in der Aula der Schule mit Statements, einem Rollenspiel und einer Fotopräsentation deutliche Eindrücke bei den Sponsoren zurück, wie wertvoll der Einsatz in Willingen für das Zusammenwachsen der Schulgemeinschaft, ihre weitere Ausbildung und letztlich auch die Prägung der Berufsidentität für sie war.

 

Beeindruckend gestaltete sich auch der Auftritt der „Lebenshilfe“ mit vier in Willingen teilnehmenden Sportlern (samt ihren Medaillen). Ralf Wilke, als „Gesicht der Spiele“ mit Skisprung-Weltmeister Severin Freund im Zentrum einer Plakat-Kampagne, war ebenfalls anwesend und entlockte mit seiner Rückschau auf das Sportereignis so manches zustimmende Lächeln vom Publikum. Der Sportbeauftragte Jürgen Ochmann bedankte sich bei den Sponsoren für deren Unterstützung des Teams vom Ev. Fröbelseminar, welches den Sportler/innen eine wichtige Stütze vor Ort in Willingen war.

 

Stimmungsvoll ging der Abend bei einem gemeinsamen Imbiss und dem gemeinsamen Austausch der Erinnerungen an eine erlebnisreiche Zeit bei den „Special Olympics 2017“ zu Ende.

 


Gelungene Premiere

Erstmalig fand am Ev. Fröbelseminar ein „Tag der offenen Tür“ statt, an dem alle Schulformen und Arbeitsbereiche involviert und mit zahlreichen Angeboten und Aktionen vertreten waren.

Am 3. November 2017 standen für Interessierte, Eltern, Kooperationspartner, Träger sowie künftige, aktuelle und ehemalige Schüler/innen und Studierende unserer Ausbildungsstätte die Türen zu allen Räumen im Schulgebäude offen.

Von 11.00 bis 17.00 Uhr war Gelegenheit sich zu informieren, zu schauen, mitzumachen und zu probieren. Informationsstände von Schulleitung, Verwaltung und Schülervertretung lockten zahlreiche Gäste mit ihren Fragen an. Auch das BAföG-Amt der Stadt Kassel war mit drei Mitarbeiter/innen vertreten, die kompetent Auskunft in ihrem Fachbereich gaben.

Von Schüler/innen und Studierende begleitete Hausführungen vermittelten sehr authentisch Eindrücke vom vielfältigen und lebendigen Schul- und Arbeitsleben am Ev. Fröbelseminar.

Video-Präsentationen in Klassenzimmern, Themenmappen sowie im Unterricht gestaltete Plakate ermöglichten Einblicke in die Ausbildungsinhalte der Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz und der staatlich anerkannten Fachschule für Sozialwesen sowie in die Arbeit des Familienzentrums.

Eine Bewegungsbaustelle und Spiele mit dem Schwungtuch luden zum Mitmachen ein – ebenso wie das Basteln von Teelichtern, die Herstellung von Nistkästen, das Fädeln von Fröbeldenkmalen, „Jeux Dramatique“ zu einer biblischen Geschichte oder Body-Groove.

Im „Raum der Stille“ konnte man bei einer Andacht innehalten, Ruhe und Besinnung erfahren und Texte und Musik zum Labyrinth des Lebens auf sich wirken lassen.

Neben frischen Waffeln, deren Verkauf dem „Hafen 17“ – ein aus Spenden geschaffener Ort für Kinder im Kasseler Osten, an dem sie sich nach der Schule aufgehoben fühlen können – zu Gute kommt, konnten die Gäste Fruchtspieße und Punsch genießen und sich für die weitere Erkundung des umfangreichen Tagesprogramms stärken.

Fazit: Gelungene Premiere einer Veranstaltung, die sicherlich im nächsten Jahr Wiederholung findet.


Luther unter die Lupe genommen

Der Reformationstag mit seiner zentralen Figur Martin Luther stand am 30. Oktober 2017, dem Vortag des 500. Reformationsjubiläums, im Mittelpunkt eines groß angelegten Projekttages am Ev. Fröbelseminar in Kassel und Korbach.

Schulpfarrer Torsten Krey – passend zur damaligen Zeit im Talar, der Amtstracht ev. Pfarrer und Universitätsgelehrten, gekleidet – lud die ca. 220 teilnehmenden Schüler/innen und Studierenden aus der HBSA und der FSP dazu ein die mannigfaltigen Seiten in den Blick zu nehmen, die Luther und seine Mitstreiter mit der Reformation ihrerseits angestoßen und die bis heute in unsere Gesellschaft hinein Wirkung und Gewicht haben.

Den künftigen Sozialassistent/innen und Erzieher/innen stand in Kassel ein Spektrum von 20 verschiedenen Angeboten zur Verfügung, in welche sich für den Vormittag eingewählt werden durfte. So konnten beispielsweise ein Rollenspiel, ein Theaterstück und mit Unterstützung durch den Offenen Kanal Kassel sogar ein eigener Trickfilm entwickelt, Lutherplätzchen und – brot gebacken, starke Lutherworte kreativ gestaltet, die Reformation in Bilderbüchern und Comics recherchiert, Slam-Poetry formuliert, Luthers Anstöße zu Veränderungen diskutiert, meditiert oder sich auf Luthers Spuren in Kassel begeben werden.

In der Abschluss-Präsentation in der Aula gab es Kostproben von dem Erarbeiteten, welche mit viel Zustimmung und Applaus vom Publikum bedacht wurden.


Wo sind unsere Wurzeln?

Mit dieser Frage eröffnete Schulpfarrer Torsten Krey den Erntedank-Gottesdienst, den das Kollegium sowie Schüler/innen und Studierende zum Start in die Herbstferien gemeinsam in der Adventskirche Kassel feierten.

Beispielgebend am Kunstobjekt „Wurzeln unseres Seins“ – einem Projekt aus Natur und religiöser Symbolik der Winterwerkstatt des Marta-Merz-Hauses der Hephata Diakonie – lud Pfarrer Krey zu Gedankengängen ein, zum Innezuhalten, um sich zu fragen: Welche Wurzeln nähren und tragen mich? Sowie dem Anlass entsprechend Danke zu sagen – wem und wofür?

In stimmungsvoller Weise gaben Predigt, Gesänge und Gebete viele Impulse die Frage nach unserem Sein genauer zu beleuchten.

Ein „Streichbuffet“ mit verschiedenen Brotaufstrichen rundete das Beisammensein der Schulgemeinde in der Kirche ab.


Besuch der Synagoge in Vöhl

Am 19. September 2017 hatte die LG 5 - TEA-Seminargruppe des Evangelischen Fröbelseminars Korbach - Gelegenheit, im Rahmen des Religionsunterrichts die Vöhler Synagoge kennenzulernen.

Auf den ersten Blick hätte wohl keiner der Studierenden gedacht, dass sich in diesem schönen Fachwerkhaus in der Mittelgasse 9 in Vöhl eine Synagoge befindet. „Zum ersten Mal war ich 1999 als Erstklässlerin in dieser Synagoge, da war sie noch total zerstört und verwahrlost“, erinnert sich Bianca Zelder. „Heute, 17 Jahre später, zu sehen, mit wieviel Liebe, Freude und auch Kraft alles wiederhergestellt ist ... einfach unglaublich!“

Die Räumlichkeiten, die durch hohen persönlichen Einsatz des Förderkreises der Vöhler Synagoge renoviert und rekonstruiert wurden, strahlen eine besondere Atmosphäre aus. Begeistert hat auch die Herzlichkeit der Gastgeberin Barbara Küpfer, von Beginn an Mitglied im „Förderkreis Synagoge in Vöhl“. Sie gab einen Einblick in die Geschichte der Synagoge und erzählte sehr persönlich über jüdischen Glauben, Sitten und Rituale.

Am Ende ihres Besuchs durften die angehenden Erzieherinnen und Erzieher jüdische Religion „schmecken“, mit einer kleinen Feier, angelehnt an das Fest „Rosch-ha-Schana“, das in diesem Jahr vom 20.-22. September gefeiert wurde. „Die Erzählungen unserer ‚Gastgeberin’ haben alles sehr lebendig gemacht, und der Brauch am Ende hat den Tag schön abgerundet“, so formuliert Angela Sakowski es und gibt damit den Eindruck der gesamten Lerngruppe wieder.

Herzlichen Dank an Barbara Küpfer!


Ev. Fröbelseminar erwirbt Naturobjekt der KunstGeFährten

Fünf Wochen lang präsentierten die KunstGeFährten der Diakonie Hessen im Evangelischen Fröbelseminar in ihrer Ausstellung „Hagebuttenliebe“ Kunst von Menschen mit und ohne Behinderung. Mit dem Abbau zum Ende der documenta 14 machten sich die Objekte nun auf den Weg zurück in die 16 verschiedenen Ateliers und Werkstätten.

Doch das Objekt „Wurzeln unseres Seins“ von der Winterwerkstatt des Marta-Merz-Hauses der Hephata Diakonie Schwalmstadt hatte es unserem Kollegium so angetan, dass die Schulleitung beschloss, es als Erinnerung an das gemeinsame Ausstellungsprojekt zu erwerben.

Direktor Prof. Dr. Freimut Schirrmacher dankte dem Atelierleiter Diakon Anselm Treu für das beeindruckende Kunstobjekt, das durch seine Symbolkraft in der Frage nach den Wurzeln unseres Lebens in Verbindung mit der Menora als wichtigstes religiöses Symbol des Judentums besticht.

„Das Thema passt perfekt zu unserem Haus als Studienort, Arbeitsplatz, Raum für Kreativität und Andacht. So wird das Objekt zum Erntedank-Gottesdienst vor den Herbstferien als fester Bestandteil unserer evangelischen Schulkultur unseren Studierenden und Schülern vorgestellt“, so Prof. Schirrmacher.

Beeindruckend auch die Geschichte des Entstehens: Zwölf Bewohner des Marta-Merz-Hauses in Treysa, einem Wohnheim für Menschen mit Suchtproblemen, stellen in ihrem Arbeitsbereich Gärtnerei in den Wintermonaten Kunstobjekte her. Die Arbeitsgruppe stand im Winter 2015 am Rand einer Obstplantage, deren Bäume für den Bau eines Tunnels gerodet waren. Nur die Wurzeln der Bäume, in Haufen aufgeschichtet und vertrocknet, waren noch da. Bei diesem Anblick kam die abhängigkeitserkrankten Menschen schnell ins Gespräch über ihre Wurzeln, ihre Geschichte, ihre Kultur, Kindheit, aber auch Verletzungen und Leiden. Sehr anschaulich wurden diese Gedanken in der Begegnung mit einem Freund des Hauses, einem Pensionär aus Israel, der bei seinen Besuchen tiefe Einblicke in die jüdische Tradition und Kultur gab.

Und so entstand ein Kunstwerk der Verwurzelung und des Lichtes als Erinnerung an die Geschichte und Wegweiser ins Leben und die Zukunft - für die Bewohner des Marta-Merz-Hauses genauso wie für die jetzigen und kommenden SchülerInnen und Studierenden des Ev. Fröbelseminars.

Gruppenbild mit Kunstobjekt (v.l.): Andrè Nolte, Heiko Raasch, Renè Pelinka, Diakon Anselm Treu, Jürgen Schmuttemaier (vom Marta-Merz-Haus) , Silke Dammann-Bethge (Diakonie Hessen) und Prof. Dr. Freimut Schirrmacher (Ev. Fröbelseminar) 


Lesung des Schreibcafè „amos“ im Ev. Fröbelseminar

Für einen stimmungsvollen Nachmittag sorgten am 4. September 2017 sieben Besucher des Schreibcafè „amos“ und ihre Leiterin Jaqueline Engelke mit einer Lesung. Begleitend zur Diakonie-Ausstellung „Hagebuttenliebe“ präsentierten die Autorinnen und Autoren Texte zu verschiedenen Themen, u.a. Heimat, Liebe sowie Gedanken rund um die Hagebutte und zu den ausstellenden Kunstwerken.

Sehr eindrücklich luden die Mitwirkenden – größtenteils Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen – das Publikum mit ihren Texten in ihre Welt ein und gaben einen persönlichen Einblick in ihre Gedanken, Gefühle und Stimmungen.

 

Wir danken dem Schreibcafé herzlich für diesen sehr anregenden Nachmittag und wünschen weiterhin viel Erfolg beim Schreiben.


Ev. Fröbelseminar am Familientag dabei

Beim diesjährigen 9. Hessischen Familientag am 20. August 2017 in Fritzlar war auch unsere Ausbildungsstätte mit einem Stand vertreten.

 

Am Dr.-Jestädt-Platz in der Nähe des Doms präsentierten wir uns am Platz der Bildung, Jugend und Schule mit einem bunten Programm. Für großen Andrang bei den kleinsten Besuchern sorgten Seifenblasen, ein Teppich mit Murmelbahn und Geschicklichkeitsspielen sowie das Angebot zum Falten und Basteln, während die Erwachsenen sich gern bei den Kolleginnen über Ausbildungsgänge und Struktur der Schule informierten.


Ausstellung „Hagebuttenliebe“ mit stimmungsvoller Vernissage eröffnet

Im Kreise von ca. 80 Besuchern – unter ihnen viele Atelierleiter und Kunstschaffende sowie Schulleitung, Kollegium und Studierende des Evangelischen Fröbelseminars – wurde am 17. August 2017 in der Aula der Schule die Ausstellung „Hagebuttenliebe“ des Diakonie-Projektes der KunstGeFährten feierlich eröffnet.

Silke Dammann-Bethge aus der Abteilung Behindertenhilfe, Sozialpsychiatrie und Suchtfragen der Diakonie Hessen und Referentin für Teilhabe an Arbeit und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen bedankte sich in ihrer Begrüßung für die Kooperation mit dem Evangelischen Fröbelseminar und stellte die Schule als erlebbare Stätte der Kommunikation, Interaktion und ihre Ausrichtung auf inklusive Begegnung, auf Bildung und menschliche Entwicklung als einen „guten Ort für die KunstGefährten“ dar.

Der Vorstandsvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Behindertenhilfe der Diakonie Hessen und Vorstandsmitglied des Bathildisheim e.V. Pfarrer Christian Geyer hob in seiner Rede hervor, dass Kunst in besonderer Weise eine Sprache ist – gerade für Menschen mit Beeinträchtigungen – ihre Gefühle, Gedanken und Visionen auszudrücken und der Umwelt mitzuteilen. Die Hagebutte als Namensgeber der Ausstellung und Sinnbild für Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit sei eine starke Botschaft für das, was die Kunstobjekte und die Menschen dahinter in die Gesellschaft transportieren, so der Pfarrer. „Die 62 Kunstobjekte zu Natur, Freiheit und Leidenschaft zeigen in beeindruckender Weise, wie Kunst Entwicklungen der Persönlichkeit abbilden kann.“

Arnd Kunau vom Offenen Atelier & Galerie in amos aus Kassel gab einen sehr persönlichen Eindruck, wie wertvoll die Beschäftigung mit Kunst für ihn als Mensch mit starker körperlicher Beeinträchtigung sei und wie gut es ihm tue die Gesellschaft mit anderen Menschen in der Begegnungsstätte zu erfahren.

Die Exponate von Künstlerinnen und Künstlern mit und ohne Behinderung aus 12 Einrichtungen und Ateliers der Diakonie Hessen laden bis zum 15. September 2017 zum Anschauen ein. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 8.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Führungen für interessierte Gruppen sind möglich. Wir bitten um Voranmeldung im Büro der Öffentlichkeitsarbeit des Ev. Fröbelseminars bei Grit Finauer, Tel. 0561 8160-150 oder E-Mail: g.finauer@ev.froebelseminar.de


Herzliches Willkommen zum neuen Studienjahr

Zu einem gesegneten und erfolgreichen Studienjahr begrüßte die Schulleitung im Namen des Kollegiums des Ev. Fröbelseminars alle neuen Schülerinnen und Schüler in der HBSA und Studierende in der FSP sowie alle anderen bereits zum Schulverbund Zählenden zum Wiedereinstieg am ersten Schultag.

Schulpfarrer Torsten Krey unterstrich sehr anschaulich im Gottesdienst seine Botschaft und gab der Schulgemeinschaft ein Bibelwort aus Psalm 91 mit auf den weiteren Weg im Studienjahr 2017/18: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und im Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.“

Möge der Schirm als vielseitiges Zeichen des Schutzes und der Stütze in allen Wetterlagen dienlich sein – immer mit dem Vertrauen, dass Gott mitträgt und begleitend über uns wacht, so der Schulpfarrer.

Zum 14. August 2017 starteten am Standort Kassel drei Klassen mit 84 Schülerinnen und Schülern in die Grundstufe der HBSA sowie 108 Studierende vierzügig in die FSP-Vollzeitausbildung. Zudem begannen eine TEA-Lerngruppe (Teilzeit-ErzieherInnen-Ausbildung) mit 24 Studierenden und eine PiA-Lerngruppe (Praxisintegrierte ErzieherInnen-Ausbildung) mit 25 Studierenden.

Insgesamt lernen und studieren am Evangelischen Fröbelseminar an den beiden Standorten Kassel und Korbach 850 SchülerInnen und Studierende.


"Mit Stil zum Ziel"

Unter diesem Motto feierten die Oberstufen der Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz (HBSA) am Standort Kassel am 28. Juni 2017 das Ende ihrer zweijährigen Ausbildung.

Insgesamt absolvierten 62 SchülerInnen die Prüfung zum/r staatlich geprüften Sozialassistenten/in; 28 davon schlossen erfolgreich die Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife ab.

Dementsprechend vergnügt feierten die AbsolventInnen der drei Klassen im Kreise ihrer Familien die Zeugnisübergabe und bedankten sich bei ihren Klassenlehrerinnen für all die Unterstützung der vergangenen zwei Jahre und erinnerten an schöne Begegnungen, aber auch an Zeiten, die schwierig und nur mit Mühe zu meistern waren.

Mit einem irischen Segen verabschiedete das Dozentenkollegium die AbsolventInnen des Jahrgangs 2015-2017 und wünschte nach dem Zwischenziel der absolvierten Sozialassistenz-Ausbildung und der damit erlangten beruflichen Grundbildung Mut, Neugier, Vertrauen und Kraft für alle künftigen Ziele, die sich im weiteren Leben ergeben und „für die es sich lohnt, zu kämpfen.“


FSP: Es ist geschafft

Zumindest, was den theoretischen Abschluss der Vollzeit-Ausbildung zum/r staatlich anerkannten Erzieher/in angeht – den feierten 102 Studierende und ihre Familien am Abend des 23. Juni 2017 in der Aula des Ev. Fröbelseminars Kassel.

Beim stolzen Einmarsch der Absolventen der Lerngruppen 1 bis 4 der Jahrgänge 2015-2017 zollten nicht nur die anwesenden Eltern, sondern auch die Dozentinnen und Dozenten den künftigen Erzieherinnen und Erziehern Beifall und Respekt für die überstandenen Mühen der vergangenen, oft kräftezehrenden Prüfungswochen.

Schulpfarrer Torsten Krey zeigte in seiner Andacht bildlich, wie man sich fühlt, wenn die Luft ausgepumpt ist und man sich jetzt darauf freut in den Ferien wieder aufzutanken. Dann beginnt als letzter Schritt zum vollen Abschluss der anspruchsvollen Ausbildung für alle Absolventen das Anerkennungsjahr in der Praxis.

Höhepunkt des Abends waren die Zeugnisübergaben mit den traditionellen Blümchenpräsenten der Mentoren an ihre Studierenden.

 Aber auch von Seiten der Studierenden gab es ein großes Lob und Dankeschön an die Schulleitung und die in der FSP unterrichtenden Dozentinnen und Dozenten, ihre Kooperationsbereitschaft, ihre Zugewandheit und ihre Fähigkeit, zu fordern, zu fördern, zu motivieren.

Mit einer internationalen Tanzeinlage, einem gefühlvollen Chor-Auftritt der Dozentinnen und Dozenten und dem traditionellen Steigen der Luftballons mit allen guten Wünschen für den weiteren Berufsweg der Absolventen ging ein gelungener und fröhlicher Abend zu Ende.

Die Kollekte des Gottesdienstes spendete die FSP-Oberstufe dem „Kleine Riesen Nordhessen e.V.“ Der Palliativverein ermöglicht mit einem ambulanten Team aus Ärzten, Pflegekräften und einer Psychologin, dass schwerstkranke und sterbende Kinder und Jugendliche ihren letzten Lebensabschnitt im vertrauten Zuhause und im Kreis ihrer Familie erleben dürfen.

 

Auch in Korbach feierten bei strahlendem Sonnenschein 32 Studierende des Evangelischen Fröbelseminars den Abschluss der schulischen Phase ihrer Ausbildung.

Die fröhliche und harmonische Feier wurde von der Band „Plan B“, die auch beim Altstadtkulturfest auftrat, musikalisch unterstützt.

Die Moderation wurde von der Studierenden Ylenia Ciervo übernommen, die die anwesenden Lehrer, Eltern und Freunde gekonnt und humorvoll durch das Programm führten. Der Direktor des Evangelischen Fröbelseminars Prof. Dr. Freimut Schirrmacher und die stellvertretende Schulleiterin Claudia Bremer-Müller, die gleichzeitig auch Mentorin dieser recht großen Studierendenschar war, attestierten der Lerngruppe, dass „Nomen = Omen“ ist und zeigten die guten Seiten und die Schattenseiten von Farbenreichtum auf.

Nach den vielen guten Worten war nun Bewegung angesagt, und die Studierenden forderten die anwesenden Dozenten und Dozentinnen zu einigen Spielen auf. Hierbei betätigten sich die Studierenden als Animateure; es gelang Ihnen – sehr zur Freude des Publikums – die Rollen zu tauschen und diesmal die Lehrenden in Aktion zu bringen.

 

 


Wenn die Aula zur Bühne wird

Mitreißend und stimmungsvoll gingen am 2. Juni 2017 die diesjährigen Aktionstage der FSP-Oberstufen zu Ende.

Für zwei Stunden hatte sich die Aula in eine Aktionsbühne verwandelt, und die angehenden Erzieherinnen und Erzieher ließen das Publikum mit der Vorstellung der verschiedenen Projekte an ihrer ganzen Kreativität, Leidenschaft und Begeisterung teilhaben.

Folgende Projekte waren in den Aktionstagen zur Auswahl gestanden:

• Selbstverteidigung

• Malen mit Acrylfarbe

• Netzwerkarbeit DRK

• Tiergestützte Pädagogik

• Zumba

• Marte Meo/Kinderrechte

• Improvisationstheater

• Video

Dozentin und Koordinatorin Katja Fritz bedankte sich für die engagierte Zusammenarbeit mit den Studierenden sowie den Partnern, die mit ihren inhaltsreichen Angeboten die Grundlage für das abwechslungsreiche Programm gesetzt hatten.

Und so war die Vorstellung der Ergebnisse in erster Linie gelebter Spaß am Miteinander, am Entwickeln und Ausarbeiten sowie am finalen Präsentieren vor Schüler- und Mentorenschaft.

Im abschließend gezeigten, von der Videogruppe kreierten Film konnten alle noch einmal teilhaben an den verschiedenen Aktionen. So manche Sequenz und manches Foto sorgte für Schmunzeln, und alle organisatorischen und inhaltlichen Herausforderungen im Vorfeld waren – zumindest für diesen Moment – vergessen.

 


Beeindruckende und abwechslungsreiche Exkursion zur Hephata Diakonie

Kurz vor Abschluss ihres Berufspraktikums und ihrer „Entlassung“ in die Berufswelt erlebten 13 BP-ler unter Leitung ihrer Dozentin Pia Schmidt eine Exkursion, die von vielen tiefgründigen und nachdenklichen Eindrücken geprägt war.

Am 24. Mai 2017 hatte sich die Gruppe auf den Weg nach Schwalmstadt zum Gelände der Hephata Diakonie gemacht. Von Martina Bender, Referentin für Besucherbegleitung, mit einem herzlichen Willkommen begrüßt, begann der Tag mit einer Vorstellung des Diakoniezentrums und seiner vielen verschiedenen Arbeitsfelder im Bereich der Behindertenhilfe.

Der Führung via Power Point schloss sich nun der eigentliche Rundgang durch Gelände an, den Martina Bender sehr lebendig gestaltete. Neben vielen interessanten Informationen aus Vergangenheit und Gegenwart der Hephata gab es auch stille, beobachtende Momente und Begegnungen mit Menschen, die hier in Werkstätten tätig sind oder auch auf dem Gelände im betreuten Wohnen zu Hause sind.

Einblicke in das Arbeitsleben gewährten der Gruppe Kurzbesuche in den Werkstätten der Bürstenmacherei, der beruflichen Bildung und der Industriemontage. Auch hier standen uns kompetente Gesprächspartner für Fragen zur Seite – wie generell an diesem Tag.

Eine eigens für uns gestaltete Vorführung ihres aktuellen Stückes „Musikalische Zeitreise“ anlässlich ihres 15-jährigen Jubiläums gestattete uns das Ensemble der Schwarzlicht-Theaterwerkstatt „Black Box“. Imposant und beeindruckend, mit welcher Leichtigkeit, Freude und Selbstbewusstsein sich die behinderten Menschen auf der Bühne bewegten.

Nach der Mittagspause stand das Thema der unterstützten Kommunikation im Mittelpunkt. Nadine, eine junge Schwerbetroffene mit großen Sprachschwierigkeiten, führte uns mit einem Talker in ihre Welt und kam mit uns dank ihres Hilfsmittels in ein faszinierendes Gespräch. Mit Hilfe eines Verbindungspunktes, der in ihrem Fall auf der Brille befestigt war, und der ähnlich einer Computer-Mouse funktioniert, kann sie auf einem PC Symbole aus den verschiedensten Lebensbereichen anklicken. Hinter diesen Symbolen ist ein umfangreicher Sprachschatz hinterlegt, so dass sich Nadine sehr differenziert und konkret ausdrücken kann.

Besonders beeindruckend war, als Nadine erzählte, sie könne sich nun endlich eigenverantwortlich äußern, könne selbst Arztbesuche abhalten, sich im Cafè einen Latte macchiato bestellen oder ihren Urlaub selber buchen – während früher ohne das Hilfsmittel Kommunikation mit der Umwelt nicht möglich gewesen sei und deshalb stets andere für sie entscheiden mussten.

Zum Abschluss bedankte sich Martina Bender für unser Interesse und die Fachkenntnis. In der Tat: Unseren zwölf jungen Frauen und einem jungen Mann waren viele Bezeichnungen und Formulierungen sehr vertraut, schließlich sind alle als Berufspraktikanten (und werden es teilweise auch nach dem Abschluss) in der Begleitung und Betreuung behinderter Menschen tätig.

„So eine Fachgruppe wie Sie es sind begleite ich am liebsten durchs Gelände. Durch den fachlichen Blick sind Sie im Bilde und können durch das Kennenlernen hier vor Ort weiter Ihr eigenes berufliches Profil schärfen“. Mit dieser positiven Einschätzung Martina Benders ging die Exkursion der Fröbel-Studierenden zu Ende.


Standort Korbach auf dem "Job Day" vertreten

Das Evangelische Fröbelseminar mit seinem Standort Korbach war einer der über 50 ausstellenden Ausbildungs- und Lehrbetriebe auf dem diesjährigen "Job Day" am 18. Mai 2017 in der Bürgerhalle Korbach.

 

Zur inzwischen 17. Auflage der Bildungsmesse waren rund 800 Schülerinnen und Schüler aus der Region gekommen, viele davon mit ihren Eltern.

Auch der Stand unserer Schule war gut besucht. Im stündlichen Wechsel waren nicht nur Dozentinnen und Dozenten vom Standort Korbach im Einsatz; zur Unterstützung hatten sie Schülerinnen und Schüler (hier aus den HBSA-Grundstufen) mit dabei. Und so ergaben sich - vor allem zwischen den jugendlichen Interessierten und den Fröbel-Auszubildenden - zahlreiche Gespräche, in denen sie anschaulich und konkret von den Unterrichtsinhalten berichteten.


Delegation vom Evangelischen Fröbelseminar beim Universitätsjubiläum in Kherson

Die staatliche Universität Kherson (Südukraine) feiert am 19. Mai 2017 ein besonderes Jubiläum. Seit 40 Jahren besteht das Institut für Grund- und Vorschulpädagogik. Das Evangelische Fröbelseminar hat vor mehr als zehn Jahren dabei geholfen, vor Ort einen Vorschulstudiengang für 200 Studenten zu entwickeln. Seit dieser Zeit besteht eine intensive Partnerschaft zwischen der Uni Kherson und dem Ev. Fröbelseminar.

In dieser Woche werden Ulrike Kersten und Winfried Morlock als Vertreter des Ev. Fröbelseminars und des Vereins „Antonovka e.V.“ zu den Jubiläumsfeiern in die Südukraine reisen. Kindergärten in Kherson werden besucht, Projekte besprochen. Pädagoginnen und Pädagogen aus dem Gebiet Kherson werden mit den beiden Dozenten aus Kassel über die Professionalisierung der Kindertagesstätten-Pädagogik diskutieren. Voneinander Lernen und demokratische Prozesse zu initiieren, das sind die Ziele dieser Partnerschaft.

Des Weiteren erhält das Institut mit ihrem Fröbelzentrum in der Universität als Spende ein White-Board für die Fort- und Weiterbildung.

Hintergrund:

Die Pädagogik von Friedrich Fröbel als Begründer des Kindergartens wird nun auch in der Südukraine gelehrt. Ein Fröbelkindergarten wurde mit Mitteln des Vereins „Antonovka e.V.“ aus Kassel ausgerüstet und dient jetzt als Lehrkindergarten für die Studentinnen und Studenten aus Kherson.

Die Stadt liegt am Dnjepr in der Südukraine, nahe dem Schwarzen Meer. Die Bürgerkriegsprovinzen sind zwar mehr als 400 km entfernt, doch der Krieg ist im Alltag allgegenwärtig. Wirtschaftliche Not prägt den Alltag; der Staat kann kaum Mittel für neue Bildungsprojekte aufbringen.

 

Ein Foto aus 2016: Prof. Dr. Freimut Schirrmacher, Direktor des Ev. Fröbelseminars (2. v.l.), und Wilfried Morlock (4. v. l.) beim Empfang des Bürgermeisters von Kherson.


Medienpädagogischer Fachtag der HBSA-Grundstufen

„Gefahren im Umgang mit neuen Medien: Unter diesem Themenschwerpunkt stand – nunmehr zum 3. Mal – der diesjährige Medienpädagogische Fachtag der HBSA-Grundstufen am 29. März 2017.

In Gruppenarbeiten waren die 80 Schülerinnen und Schüler aufgefordert, zu den Themen Cybermobbing, Urheberrecht, Schutz persönlicher Daten, Downloads und Handhabung sozialer Netzwerke zu arbeiten, positive und negative Nutzungsmöglichkeiten von neuen Medien zu sammeln, eigene Erfahrungen und Erlebnisse auszutauschen, Gefahren im Umgang mit neuen Medien zu benennen und die Erkenntnisse in einer abschließenden Präsentation in der Aula vorzustellen.

Bildunterschrift: Plakatpräsentation einer Gruppe, deren Arbeitsauftrag „Wie lässt sich eine unsichere App erkennen und welche Grundregeln gilt es zu beachten?“ lautete.

Kompetente Unterstützung bei der Ausarbeitung der unterschiedlichen Themen gab es – wie die Jahre zuvor - vom Polizeipräsidium Nordhessen, Abteilung: Prävention.

Polizeihauptkommissar Oliver Kranki, Fachberater Internetkriminalität, betonte die Wichtigkeit, sich bei allen unbegrenzten Möglichkeiten stets auch der Gefahren im Umgang mit den neuen Medien in ihrer Vielfalt und Wirkung bewusst zu sein und appellierte die Schülerschaft zu einem sorgsamen und respektvollen Handling mit diesen.

„Gerade weil vieles aus Unwissenheit heraus geschieht, wird Kenntnis benötigt, die Sie wiederum in der Medienerziehung später in Ihrer eigenen Praxis weitergeben können“, so der Aufruf des Internetexperten.


Ein herzliches Danke für die finanzielle Unterstützung des Projektes „Special Olympics“

90 Studierende der Ausbildungsrichtungen „Praxisintegrierte und Teilzeit-ErzieherInnen-Ausbildung“ sowie „Sozialassistenz“ vom Standort Korbach hatten sich gemeinsam mit ihren Dozentinnen vom 6. bis 9. März 2017 täglich auf den Weg nach Willingen gemacht, um dort als Helfer bei den Special Olympics teilzunehmen.

Im Vorfeld hatte die Schule bei Unternehmen und Institutionen in der Region um Spenden gebeten, um die Fahrtkosten für die vier Tage tragen zu können. Die Resonanz war so groß, dass über die Fahrtkosten hinaus dem Fröbelseminar nun zusätzlich finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um für die Ausbildung benötigte psychomotorische Geräte anschaffen zu können.

Zu den Unterstützern zählen auch der Rotary Club Korbach-Bad Arolsen mit Präsident Dr. Uwe Simon sowie der Lions Club Korbach Waldecker Land mit Präsidentin Petra Lenz, die kürzlich der Schule einen Besuch abstatteten.

 

Dem gemeinsamen Foto mit den in Willingen teilnehmenden Jugendlichen soll nun im zweiten Schritt Anfang Mai 2017 ein weiterer Besuch der Serviceclubs im Fröbelseminar in Korbach folgen - dann mit Präsentation des neuangeschafften Lehrmaterials sowie persönlichen Rückblicken und Impressionen der Auszubildenden über die spannende und erfahrungsreiche Zeit in Willingen und die vielseitigen Begegnungen mit Menschen mit Behinderung.

Wir bedanken uns zudem für die großartige Unterstützung bei der:

- Weidemann GmbH

- Sparkasse Waldeck-Frankenberg

- Tor- und Fenstertechnik Mehrhoff GmbH


BP Anleitertreffen am 23. März 2017 mit großer Resonanz

Vor drei Jahren ins Leben gerufen, erfreute sich der Blocktag der Berufspraktikanten des Fröbelseminars sowie ihrer Anleiter aus der Praxis auch in diesem Jahr großer Beliebtheit.

Das Programm für die ca. 110 Berufspraktikanten (3. Ausbildungsjahr der ErzieherInnen-Ausbildung an der Fachschule für Sozialpädagogik) hatte für den Vormittag sieben verschiedene Workshops zu den unterschiedlichsten Themen - von „Bewegung in der Kita“ über „kultursensible Zusammenarbeit mit Eltern“ bis „Einführung in Trauma-pädagogisches Verstehen bei Kindern und Jugendlichen“ – vorgesehen. Unterschiedliche Referenten aus der Praxis stellten hier ihre Expertise zur Verfügung; in jeweils zwei Workshops konnten sich die BP-ler einwählen und viel Wissenswertes aus dem Berufsalltag erfahren sowie konkrete Impulse und Anregungen für ihr eigenes Handeln am Praktikumsstandort mitnehmen.

Zum Vortrag von Katja Lüke „Inklusion – Mode oder Menschenrecht“ am Nachmittag waren nun auch die Anleiter aus der Praxis eingeladen, so dass die Aula mit gut 200 Personen voll besetzt war. Katja Lüke, Referentin für Inklusion im und durch Sport beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) in Frankfurt und für den DOSB ständige Vertreterin in der Verbändekonsultation beim Institut für Menschenrechte zur Überwachung der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, zeigte sich hoch erfreut ob des großen interessierten Publikums. Sie, selbst seit 20 Jahren im Rollstuhl sitzend, gab einen anschaulichen, auch privaten Einblick in das Leben mit Behinderung und informierte über den aktuellen Stand der Inklusion in Deutschland. 

Ihr, so betonte sie, gehe es um das Vermitteln einer Haltung, die einen respektvollen Umgang mit behinderten Menschen im Kern habe. Gleichberechtigung und die Selbstverständlichkeit einer Behinderung seien dabei wesentliche Aspekte. „Nicht jedem das Gleiche, sondern jedem das Seine“, das sei die gesunde Sicht auf das Miteinander von gesunden und kranken Menschen, zu dem auch ein Perspektivwechsel – zumindest ab und zu – beitrage.

 

„In Deutschland hat sich einiges in der Vergangenheit getan, um Menschen mit Behinderung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, wie sie die UN-Behindertenkonvention vorsieht“, so Katja Lüke. Zwar habe Deutschland beispielsweise eine Behindertenbeauftragte, die Gebärdensprache sei als Zeichen der Barrierefreiheit inzwischen anerkannt und einen konkreten Aktionsplan gäbe es auch. „Aber Schreiben allein reicht nicht, um Bewusstsein und gelebte Realität zu schaffen, in der auf ganzer Ebene und übergreifend Menschen mit Behinderung in völliger Selbstverständlichkeit Teil der Gesellschaft sind.“ Katja Lükes Botschaft als Schlusspunkt ihres Vortrages: „Die Behinderung ist nur ein Merkmal in der ganzen Facette der Persönlichkeit des betroffenen Menschen. Jeder Mensch mit Behinderung ist sehr viel mehr als nur seine Behinderung.“

Katja Lüke und ihr Vortrag haben das eindrucksvoll unterstrichen und machten deutlich, dass das Thema „Inklusion“ – nicht nur im Studiengang zum staatlich anerkannten Heilpädogogen – in der Ausbildungspalette des Evangelischen Fröbelseminars eine wichtige Rolle spielt.