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"Mit Stil zum Ziel"

Unter diesem Motto feierten die Oberstufen der Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz (HBSA) am Standort Kassel am 28. Juni 2017 das Ende ihrer zweijährigen Ausbildung.

Insgesamt absolvierten 62 SchülerInnen die Prüfung zum/r staatlich geprüften Sozialassistenten/in; 28 davon schlossen erfolgreich die Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife ab.

Dementsprechend vergnügt feierten die AbsolventInnen der drei Klassen im Kreise ihrer Familien die Zeugnisübergabe und bedankten sich bei ihren Klassenlehrerinnen für all die Unterstützung der vergangenen zwei Jahre und erinnerten an schöne Begegnungen, aber auch an Zeiten, die schwierig und nur mit Mühe zu meistern waren.

Mit einem irischen Segen verabschiedete das Dozentenkollegium die AbsolventInnen des Jahrgangs 2015-2017 und wünschte nach dem Zwischenziel der absolvierten Sozialassistenz-Ausbildung und der damit erlangten beruflichen Grundbildung Mut, Neugier, Vertrauen und Kraft für alle künftigen Ziele, die sich im weiteren Leben ergeben und „für die es sich lohnt, zu kämpfen.“


FSP: Es ist geschafft

Zumindest, was den theoretischen Abschluss der Vollzeit-Ausbildung zum/r staatlich anerkannten Erzieher/in angeht – den feierten 102 Studierende und ihre Familien am Abend des 23. Juni 2017 in der Aula des Ev. Fröbelseminars Kassel.

Beim stolzen Einmarsch der Absolventen der Lerngruppen 1 bis 4 der Jahrgänge 2015-2017 zollten nicht nur die anwesenden Eltern, sondern auch die Dozentinnen und Dozenten den künftigen Erzieherinnen und Erziehern Beifall und Respekt für die überstandenen Mühen der vergangenen, oft kräftezehrenden Prüfungswochen.

Schulpfarrer Torsten Krey zeigte in seiner Andacht bildlich, wie man sich fühlt, wenn die Luft ausgepumpt ist und man sich jetzt darauf freut in den Ferien wieder aufzutanken. Dann beginnt als letzter Schritt zum vollen Abschluss der anspruchsvollen Ausbildung für alle Absolventen das Anerkennungsjahr in der Praxis.

Höhepunkt des Abends waren die Zeugnisübergaben mit den traditionellen Blümchenpräsenten der Mentoren an ihre Studierenden.

 Aber auch von Seiten der Studierenden gab es ein großes Lob und Dankeschön an die Schulleitung und die in der FSP unterrichtenden Dozentinnen und Dozenten, ihre Kooperationsbereitschaft, ihre Zugewandheit und ihre Fähigkeit, zu fordern, zu fördern, zu motivieren.

Mit einer internationalen Tanzeinlage, einem gefühlvollen Chor-Auftritt der Dozentinnen und Dozenten und dem traditionellen Steigen der Luftballons mit allen guten Wünschen für den weiteren Berufsweg der Absolventen ging ein gelungener und fröhlicher Abend zu Ende.

Die Kollekte des Gottesdienstes spendete die FSP-Oberstufe dem „Kleine Riesen Nordhessen e.V.“ Der Palliativverein ermöglicht mit einem ambulanten Team aus Ärzten, Pflegekräften und einer Psychologin, dass schwerstkranke und sterbende Kinder und Jugendliche ihren letzten Lebensabschnitt im vertrauten Zuhause und im Kreis ihrer Familie erleben dürfen.

 

Auch in Korbach feierten bei strahlendem Sonnenschein 32 Studierende des Evangelischen Fröbelseminars den Abschluss der schulischen Phase ihrer Ausbildung.

Die fröhliche und harmonische Feier wurde von der Band „Plan B“, die auch beim Altstadtkulturfest auftrat, musikalisch unterstützt.

Die Moderation wurde von der Studierenden Ylenia Ciervo übernommen, die die anwesenden Lehrer, Eltern und Freunde gekonnt und humorvoll durch das Programm führten. Der Direktor des Evangelischen Fröbelseminars Prof. Dr. Freimut Schirrmacher und die stellvertretende Schulleiterin Claudia Bremer-Müller, die gleichzeitig auch Mentorin dieser recht großen Studierendenschar war, attestierten der Lerngruppe, dass „Nomen = Omen“ ist und zeigten die guten Seiten und die Schattenseiten von Farbenreichtum auf.

Nach den vielen guten Worten war nun Bewegung angesagt, und die Studierenden forderten die anwesenden Dozenten und Dozentinnen zu einigen Spielen auf. Hierbei betätigten sich die Studierenden als Animateure; es gelang Ihnen – sehr zur Freude des Publikums – die Rollen zu tauschen und diesmal die Lehrenden in Aktion zu bringen.

 

 


Wenn die Aula zur Bühne wird

Mitreißend und stimmungsvoll gingen am 2. Juni 2017 die diesjährigen Aktionstage der FSP-Oberstufen zu Ende.

Für zwei Stunden hatte sich die Aula in eine Aktionsbühne verwandelt, und die angehenden Erzieherinnen und Erzieher ließen das Publikum mit der Vorstellung der verschiedenen Projekte an ihrer ganzen Kreativität, Leidenschaft und Begeisterung teilhaben.

Folgende Projekte waren in den Aktionstagen zur Auswahl gestanden:

• Selbstverteidigung

• Malen mit Acrylfarbe

• Netzwerkarbeit DRK

• Tiergestützte Pädagogik

• Zumba

• Marte Meo/Kinderrechte

• Improvisationstheater

• Video

Dozentin und Koordinatorin Katja Fritz bedankte sich für die engagierte Zusammenarbeit mit den Studierenden sowie den Partnern, die mit ihren inhaltsreichen Angeboten die Grundlage für das abwechslungsreiche Programm gesetzt hatten.

Und so war die Vorstellung der Ergebnisse in erster Linie gelebter Spaß am Miteinander, am Entwickeln und Ausarbeiten sowie am finalen Präsentieren vor Schüler- und Mentorenschaft.

Im abschließend gezeigten, von der Videogruppe kreierten Film konnten alle noch einmal teilhaben an den verschiedenen Aktionen. So manche Sequenz und manches Foto sorgte für Schmunzeln, und alle organisatorischen und inhaltlichen Herausforderungen im Vorfeld waren – zumindest für diesen Moment – vergessen.

 


Beeindruckende und abwechslungsreiche Exkursion zur Hephata Diakonie

Kurz vor Abschluss ihres Berufspraktikums und ihrer „Entlassung“ in die Berufswelt erlebten 13 BP-ler unter Leitung ihrer Dozentin Pia Schmidt eine Exkursion, die von vielen tiefgründigen und nachdenklichen Eindrücken geprägt war.

Am 24. Mai 2017 hatte sich die Gruppe auf den Weg nach Schwalmstadt zum Gelände der Hephata Diakonie gemacht. Von Martina Bender, Referentin für Besucherbegleitung, mit einem herzlichen Willkommen begrüßt, begann der Tag mit einer Vorstellung des Diakoniezentrums und seiner vielen verschiedenen Arbeitsfelder im Bereich der Behindertenhilfe.

Der Führung via Power Point schloss sich nun der eigentliche Rundgang durch Gelände an, den Martina Bender sehr lebendig gestaltete. Neben vielen interessanten Informationen aus Vergangenheit und Gegenwart der Hephata gab es auch stille, beobachtende Momente und Begegnungen mit Menschen, die hier in Werkstätten tätig sind oder auch auf dem Gelände im betreuten Wohnen zu Hause sind.

Einblicke in das Arbeitsleben gewährten der Gruppe Kurzbesuche in den Werkstätten der Bürstenmacherei, der beruflichen Bildung und der Industriemontage. Auch hier standen uns kompetente Gesprächspartner für Fragen zur Seite – wie generell an diesem Tag.

Eine eigens für uns gestaltete Vorführung ihres aktuellen Stückes „Musikalische Zeitreise“ anlässlich ihres 15-jährigen Jubiläums gestattete uns das Ensemble der Schwarzlicht-Theaterwerkstatt „Black Box“. Imposant und beeindruckend, mit welcher Leichtigkeit, Freude und Selbstbewusstsein sich die behinderten Menschen auf der Bühne bewegten.

Nach der Mittagspause stand das Thema der unterstützten Kommunikation im Mittelpunkt. Nadine, eine junge Schwerbetroffene mit großen Sprachschwierigkeiten, führte uns mit einem Talker in ihre Welt und kam mit uns dank ihres Hilfsmittels in ein faszinierendes Gespräch. Mit Hilfe eines Verbindungspunktes, der in ihrem Fall auf der Brille befestigt war, und der ähnlich einer Computer-Mouse funktioniert, kann sie auf einem PC Symbole aus den verschiedensten Lebensbereichen anklicken. Hinter diesen Symbolen ist ein umfangreicher Sprachschatz hinterlegt, so dass sich Nadine sehr differenziert und konkret ausdrücken kann.

Besonders beeindruckend war, als Nadine erzählte, sie könne sich nun endlich eigenverantwortlich äußern, könne selbst Arztbesuche abhalten, sich im Cafè einen Latte macchiato bestellen oder ihren Urlaub selber buchen – während früher ohne das Hilfsmittel Kommunikation mit der Umwelt nicht möglich gewesen sei und deshalb stets andere für sie entscheiden mussten.

Zum Abschluss bedankte sich Martina Bender für unser Interesse und die Fachkenntnis. In der Tat: Unseren zwölf jungen Frauen und einem jungen Mann waren viele Bezeichnungen und Formulierungen sehr vertraut, schließlich sind alle als Berufspraktikanten (und werden es teilweise auch nach dem Abschluss) in der Begleitung und Betreuung behinderter Menschen tätig.

„So eine Fachgruppe wie Sie es sind begleite ich am liebsten durchs Gelände. Durch den fachlichen Blick sind Sie im Bilde und können durch das Kennenlernen hier vor Ort weiter Ihr eigenes berufliches Profil schärfen“. Mit dieser positiven Einschätzung Martina Benders ging die Exkursion der Fröbel-Studierenden zu Ende.

 


Standort Korbach auf dem "Job Day" vertreten

Das Evangelische Fröbelseminar mit seinem Standort Korbach war einer der über 50 ausstellenden Ausbildungs- und Lehrbetriebe auf dem diesjährigen "Job Day" am 18. Mai 2017 in der Bürgerhalle Korbach.

 

Zur inzwischen 17. Auflage der Bildungsmesse waren rund 800 Schülerinnen und Schüler aus der Region gekommen, viele davon mit ihren Eltern.

Auch der Stand unserer Schule war gut besucht. Im stündlichen Wechsel waren nicht nur Dozentinnen und Dozenten vom Standort Korbach im Einsatz; zur Unterstützung hatten sie Schülerinnen und Schüler (hier aus den HBSA-Grundstufen) mit dabei. Und so ergaben sich - vor allem zwischen den jugendlichen Interessierten und den Fröbel-Auszubildenden - zahlreiche Gespräche, in denen sie anschaulich und konkret von den Unterrichtsinhalten berichteten.

 

 


Delegation vom Evangelischen Fröbelseminar beim Universitätsjubiläum in Kherson

Die staatliche Universität Kherson (Südukraine) feiert am 19. Mai 2017 ein besonderes Jubiläum. Seit 40 Jahren besteht das Institut für Grund- und Vorschulpädagogik. Das Evangelische Fröbelseminar hat vor mehr als zehn Jahren dabei geholfen, vor Ort einen Vorschulstudiengang für 200 Studenten zu entwickeln. Seit dieser Zeit besteht eine intensive Partnerschaft zwischen der Uni Kherson und dem Ev. Fröbelseminar.

In dieser Woche werden Ulrike Kersten und Winfried Morlock als Vertreter des Ev. Fröbelseminars und des Vereins „Antonovka e.V.“ zu den Jubiläumsfeiern in die Südukraine reisen. Kindergärten in Kherson werden besucht, Projekte besprochen. Pädagoginnen und Pädagogen aus dem Gebiet Kherson werden mit den beiden Dozenten aus Kassel über die Professionalisierung der Kindertagesstätten-Pädagogik diskutieren. Voneinander Lernen und demokratische Prozesse zu initiieren, das sind die Ziele dieser Partnerschaft.

Des Weiteren erhält das Institut mit ihrem Fröbelzentrum in der Universität als Spende ein White-Board für die Fort- und Weiterbildung.

Hintergrund:

Die Pädagogik von Friedrich Fröbel als Begründer des Kindergartens wird nun auch in der Südukraine gelehrt. Ein Fröbelkindergarten wurde mit Mitteln des Vereins „Antonovka e.V.“ aus Kassel ausgerüstet und dient jetzt als Lehrkindergarten für die Studentinnen und Studenten aus Kherson.

Die Stadt liegt am Dnjepr in der Südukraine, nahe dem Schwarzen Meer. Die Bürgerkriegsprovinzen sind zwar mehr als 400 km entfernt, doch der Krieg ist im Alltag allgegenwärtig. Wirtschaftliche Not prägt den Alltag; der Staat kann kaum Mittel für neue Bildungsprojekte aufbringen.

 

Ein Foto aus 2016: Prof. Dr. Freimut Schirrmacher, Direktor des Ev. Fröbelseminars (2. v.l.), und Wilfried Morlock (4. v. l.) beim Empfang des Bürgermeisters von Kherson.


Medienpädagogischer Fachtag der HBSA-Grundstufen

„Gefahren im Umgang mit neuen Medien: Unter diesem Themenschwerpunkt stand – nunmehr zum 3. Mal – der diesjährige Medienpädagogische Fachtag der HBSA-Grundstufen am 29. März 2017.

In Gruppenarbeiten waren die 80 Schülerinnen und Schüler aufgefordert, zu den Themen Cybermobbing, Urheberrecht, Schutz persönlicher Daten, Downloads und Handhabung sozialer Netzwerke zu arbeiten, positive und negative Nutzungsmöglichkeiten von neuen Medien zu sammeln, eigene Erfahrungen und Erlebnisse auszutauschen, Gefahren im Umgang mit neuen Medien zu benennen und die Erkenntnisse in einer abschließenden Präsentation in der Aula vorzustellen.

Bildunterschrift: Plakatpräsentation einer Gruppe, deren Arbeitsauftrag „Wie lässt sich eine unsichere App erkennen und welche Grundregeln gilt es zu beachten?“ lautete.

Kompetente Unterstützung bei der Ausarbeitung der unterschiedlichen Themen gab es – wie die Jahre zuvor - vom Polizeipräsidium Nordhessen, Abteilung: Prävention.

Polizeihauptkommissar Oliver Kranki, Fachberater Internetkriminalität, betonte die Wichtigkeit, sich bei allen unbegrenzten Möglichkeiten stets auch der Gefahren im Umgang mit den neuen Medien in ihrer Vielfalt und Wirkung bewusst zu sein und appellierte die Schülerschaft zu einem sorgsamen und respektvollen Handling mit diesen.

„Gerade weil vieles aus Unwissenheit heraus geschieht, wird Kenntnis benötigt, die Sie wiederum in der Medienerziehung später in Ihrer eigenen Praxis weitergeben können“, so der Aufruf des Internetexperten.


Ein herzliches Danke für die finanzielle Unterstützung des Projektes „Special Olympics“

90 Studierende der Ausbildungsrichtungen „Praxisintegrierte und Teilzeit-ErzieherInnen-Ausbildung“ sowie „Sozialassistenz“ vom Standort Korbach hatten sich gemeinsam mit ihren Dozentinnen vom 6. bis 9. März 2017 täglich auf den Weg nach Willingen gemacht, um dort als Helfer bei den Special Olympics teilzunehmen.

Im Vorfeld hatte die Schule bei Unternehmen und Institutionen in der Region um Spenden gebeten, um die Fahrtkosten für die vier Tage tragen zu können. Die Resonanz war so groß, dass über die Fahrtkosten hinaus dem Fröbelseminar nun zusätzlich finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um für die Ausbildung benötigte psychomotorische Geräte anschaffen zu können.

Zu den Unterstützern zählen auch der Rotary Club Korbach-Bad Arolsen mit Präsident Dr. Uwe Simon sowie der Lions Club Korbach Waldecker Land mit Präsidentin Petra Lenz, die kürzlich der Schule einen Besuch abstatteten.

 

Dem gemeinsamen Foto mit den in Willingen teilnehmenden Jugendlichen soll nun im zweiten Schritt Anfang Mai 2017 ein weiterer Besuch der Serviceclubs im Fröbelseminar in Korbach folgen - dann mit Präsentation des neuangeschafften Lehrmaterials sowie persönlichen Rückblicken und Impressionen der Auszubildenden über die spannende und erfahrungsreiche Zeit in Willingen und die vielseitigen Begegnungen mit Menschen mit Behinderung.

Wir bedanken uns zudem für die großartige Unterstützung bei der:

- Weidemann GmbH

- Sparkasse Waldeck-Frankenberg

- Tor- und Fenstertechnik Mehrhoff GmbH


BP Anleitertreffen am 23. März 2017 mit großer Resonanz

Vor drei Jahren ins Leben gerufen, erfreute sich der Blocktag der Berufspraktikanten des Fröbelseminars sowie ihrer Anleiter aus der Praxis auch in diesem Jahr großer Beliebtheit.

Das Programm für die ca. 110 Berufspraktikanten (3. Ausbildungsjahr der ErzieherInnen-Ausbildung an der Fachschule für Sozialpädagogik) hatte für den Vormittag sieben verschiedene Workshops zu den unterschiedlichsten Themen - von „Bewegung in der Kita“ über „kultursensible Zusammenarbeit mit Eltern“ bis „Einführung in Trauma-pädagogisches Verstehen bei Kindern und Jugendlichen“ – vorgesehen. Unterschiedliche Referenten aus der Praxis stellten hier ihre Expertise zur Verfügung; in jeweils zwei Workshops konnten sich die BP-ler einwählen und viel Wissenswertes aus dem Berufsalltag erfahren sowie konkrete Impulse und Anregungen für ihr eigenes Handeln am Praktikumsstandort mitnehmen.

Zum Vortrag von Katja Lüke „Inklusion – Mode oder Menschenrecht“ am Nachmittag waren nun auch die Anleiter aus der Praxis eingeladen, so dass die Aula mit gut 200 Personen voll besetzt war. Katja Lüke, Referentin für Inklusion im und durch Sport beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) in Frankfurt und für den DOSB ständige Vertreterin in der Verbändekonsultation beim Institut für Menschenrechte zur Überwachung der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, zeigte sich hoch erfreut ob des großen interessierten Publikums. Sie, selbst seit 20 Jahren im Rollstuhl sitzend, gab einen anschaulichen, auch privaten Einblick in das Leben mit Behinderung und informierte über den aktuellen Stand der Inklusion in Deutschland. 

Ihr, so betonte sie, gehe es um das Vermitteln einer Haltung, die einen respektvollen Umgang mit behinderten Menschen im Kern habe. Gleichberechtigung und die Selbstverständlichkeit einer Behinderung seien dabei wesentliche Aspekte. „Nicht jedem das Gleiche, sondern jedem das Seine“, das sei die gesunde Sicht auf das Miteinander von gesunden und kranken Menschen, zu dem auch ein Perspektivwechsel – zumindest ab und zu – beitrage.

 

„In Deutschland hat sich einiges in der Vergangenheit getan, um Menschen mit Behinderung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, wie sie die UN-Behindertenkonvention vorsieht“, so Katja Lüke. Zwar habe Deutschland beispielsweise eine Behindertenbeauftragte, die Gebärdensprache sei als Zeichen der Barrierefreiheit inzwischen anerkannt und einen konkreten Aktionsplan gäbe es auch. „Aber Schreiben allein reicht nicht, um Bewusstsein und gelebte Realität zu schaffen, in der auf ganzer Ebene und übergreifend Menschen mit Behinderung in völliger Selbstverständlichkeit Teil der Gesellschaft sind.“ Katja Lükes Botschaft als Schlusspunkt ihres Vortrages: „Die Behinderung ist nur ein Merkmal in der ganzen Facette der Persönlichkeit des betroffenen Menschen. Jeder Mensch mit Behinderung ist sehr viel mehr als nur seine Behinderung.“

Katja Lüke und ihr Vortrag haben das eindrucksvoll unterstrichen und machten deutlich, dass das Thema „Inklusion“ – nicht nur im Studiengang zum staatlich anerkannten Heilpädogogen – in der Ausbildungspalette des Evangelischen Fröbelseminars eine wichtige Rolle spielt.