Mitteilung der Diakonie Hessen zur Neubesetzung der Direktion im Ev. Fröbelseminar

Pfarrerin Ramona Eva Möbius wird zum 1. August 2021 neue Direktorin und Schulleiterin des Evangelischen Fröbelseminars Kassel und Korbach.
Dies verkündet Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender des Trägers Diakonie Hessen. Zusammen mit Andrea Matheis als stellv. Direktorin und Standortleitung Kassel und Melanie Brück als Standortleitung Korbach steht mit Beginn des aktuellen Ausbildungsjahres 2021/22 nun das neue Leitungsteam.

Carsten Tag sagt zur Neu-Besetzung: „Wir sind sehr glücklich, mit Ramona Eva Möbius eine ausgewiesene Pädagogik-Expertin und kompetente Führungskraft als neue Direktorin des Fröbelseminars gewonnen zu haben und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihr. Mit ihren vielseitigen Erfahrungen wird sie das Ev. Fröbelseminar innovativ bereichern und zukunftsorientiert ausrichten.“
Die 55-jährige Oberkirchenrätin folgt auf Prof. Dr. Freimut Schirrmacher, der im April 2021 die Pfarrstelle der Bundesbereitschaftspolizei übernommen hat.

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Menschenkette zu den Stolpersteinen

13.11.2019

230 Meter entlang der Sternbergstraße haben unsere Auszubildenden am 13. November 2019 eine Menschenkette gebildet: vom Schuleingang Nr. 29 bis Nr. 11 vor dem Eingang der Kita „Kleine Knilche“.
Dort waren in 2018 sieben Stolpersteine in den Boden eingesetzt worden, die an die jüdische Gertrud Oppenheim und ihre Töchter und Söhne erinnern, welche seit 1932 hier wohnten und später von den Nationalsozialisten aus ihrer Kasseler Heimatstadt zur Flucht getrieben wurden.
Im Auftrag der „Putzpatenschaft“ wurden die Steine von Studierenden unter Anleitung von Gudrun Schmidt vom Vorstand des Stolpersteine in Kassel e.V. traditionell mit Zahnbürste und Paste geputzt und mit weißen Rosen und Kerzen in Gedenken an jedes einzelne Familienmitglied geschmückt.

Diese beeindruckende Aktion ist ein Teil von Erinnerungskultur, wie sie am Ev. Fröbelseminar gelehrt und gelebt wird. So haben die Schüler*innen und Studierenden nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle ein Thesenpapier entwickelt, in dem sie sich ganz klar gegen jegliche Art von Gewalt und Fremdenhass aussprechen und sich für Toleranz, Menschlichkeit und Multikulturalität positionieren.

Mit dem Putzen der Steine, zu dem der Verein jedes Jahr um den 9. November als Jahrestag der Pogrome 1938 aufruft, soll die Erinnerung an jedes einzelne Opfer und seine Geschichte lebendig gehalten und in unsere alltägliche Welt geholt werden.