Erasmus+

Akkreditierung erfolgreich abgeschlossen

Ein neues Land, eine fremde Sprache, ein Kindergarten in Norwegen, Spanien oder sogar Australien – und mittendrin die Schülerinnen und Schüler des Evangelischen Fröbelseminars. Wer am Fröbelseminar studiert, hat die Möglichkeit, genau das zu erleben: echte Arbeitserfahrung im Ausland, finanziell unterstützt durch das europäische Erasmus+-Programm. Mit der Erasmus+-Akkreditierung im Jahr 2026 steht dieses Angebot nun auf einem festen Fundament – und wartet darauf, genutzt zu werden. "Im ersten Durchgang wird mit bis zu 30 Lernenden an den beiden Standorten in Kassel und Korbach geplant. Am Ende des Fünfjahres Erasmus+ Planes sollen möglichst 40 bis 50 Schülerinnen und Schüler das Angebot im Jahr nutzen", sagt Direktorin Ramona Eva Möbius.

Norwegen, Italien, Polen, Spanien oder doch Australien?

Erste Studierende haben sich seit dem vergangenen Herbst auf den Weg gemacht. Als Praktikumsplätze standen meist zweisprachige Kindergärten und Grundschulen zur Verfügung. Das Fröbelseminar hat in verschiedenen Ländern bilinguale Kindergärten kontaktiert, die Studierende ab sechs Wochen für ein Praktikum aufnehmen – sogar außereuropäische Länder wie Australien sind dabei möglich. Im späteren Anerkennungsjahr kann ein Teil der Praxiszeit über drei bis sechs Monate im Ausland absolviert werden. Für Schülerinnen und Schüler aus dem Bereich der Sozialassistenz werden zudem begleitete Gruppenfahrten über eine Woche nach Tschechien in eine Partnerschule angeboten – ein Angebot, das künftig weiter ausgebaut werden soll.

Auslandsaufenthalte als Chance zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung

Die im Ausland gesammelten Erfahrungen entfalten ihre Wirkung auf verschiedenen Ebenen: Die Teilnehmenden kehren gestärkt zurück – mit mehr Selbstvertrauen, einem ausgeprägteren Verantwortungsbewusstsein, einer offeneren Weltsicht sowie verbesserten Kommunikations- und Sprachkompetenzen. Davon werden später auch die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen profitieren, mit denen die Absolventinnen und Absolventen arbeiten. „In einer zunehmend globalen und heterogenen Gesellschaft steigen die Anforderungen an sozialpädagogische Fachkräfte kontinuierlich. Auslandsaufenthalte während der Ausbildung erweitern nicht nur den sozialpädagogischen, sondern auch den interkulturellen und interreligiösen Horizont der Schülerinnen und Schüler", so die Schulleitung.

Die Akkreditierung im Bereich Berufliche Aus- und Weiterbildung wurde auf Basis der Gutachten zweier unabhängiger Fachexpertinnen und -experten erteilt und orientierte sich an den im Programmleitfaden festgelegten Förderkriterien. Das eingereichte Konzept erhielt dabei das Prädikat „professionell, strategisch verankert und nachhaltig". „Das Fröbelseminar in Kassel und Korbach verfolgt den Auftrag, die Region zuverlässig mit qualifizierten Fachkräften zu versorgen und stabile Ausbildungszahlen zu sichern. Daher ist die Fachschule bestrebt, ihre Ausbildungsangebote kontinuierlich zu modifizieren und an eine zeitgemäße, zukunftsorientierte Ausrichtung anzupassen", sagt die Direktorin.

Wie wird das finanziert?

Die Auslandsaufenthalte werden über Erasmus+ finanziert. Die Teilnehmenden erhalten vom Fröbelseminar einen Fördervertrag, der einen Großteil der Reise- und Unterkunftskosten abdeckt – ohne Rückzahlungspflicht. Je nach Zielland kann jedoch ein Eigenanteil anfallen. Bei Fragen steht Projektkoordinator Matthias Werner gerne zur Verfügung.

Internationaler Austausch als Gewinn für Lernende und Lehrende

Von der internationalen Ausrichtung profitiert auch die Schulentwicklung. Das Fröbelseminar baut nachhaltige Partnerschaften mit europäischen Fachschulen auf, etwa in Tschechien, Spanien, Italien und Österreich. Geplant sind internationale Workshops, bei denen Fachkräfte Themen wie Inklusion und Demokratiebildung erörtern und Konzepte aus anderen Ländern kennenlernen. Neben den Lernenden sollen auch Lehrkräfte von Fortbildungen und Job-Shadowing-Formaten profitieren. Ausdrücklich einbezogen werden dabei auch benachteiligte Gruppen, darunter Personen mit Migrationshintergrund, sozial erschwerten Lebensumständen oder minderjährige Teilnehmende.

Mit der Erasmus+-Akkreditierung begreift das Evangelische Fröbelseminar internationale Mobilität nicht als einmalige Maßnahme, sondern als integralen Bestandteil seiner Bildungsvision – verankert in Ausbildung, Schulentwicklung und europäischem Miteinander.

Für weitere Informationen nehmen Sie gern Kontakt mit dem Projektkoordinator auf

Matthias Werner

m.werner(at)ev.froebelseminar.de 

0561-81640-152

Die Datenschutzbestimmungen für die Teilnahme am Erasmus+ -Programm finden Sie hier.

(Foto: © NA beim BIBB, fotostudioheupel)